"Das ist das allererste, was wir in Angriff nehmen müssen"

Doppelpass für NS-Opfer – Kneissl verweist auf Europarats-Konvention

Donnerstag, 13. Dezember 2018 | 16:05 Uhr

Außenministerin Karin Kneissl (FPÖ) hat sich zurückhaltend zum SPÖ-Vorstoß geäußert, den Nachfahren von Holocaust-Opfern die doppelte Staatsbürgerschaft zu ermöglichen. Zunächst müsse Österreich teilweise aus der Europarats-Konvention zur Vermeidung von Doppelstaatsbürgerschaften austreten, sagte Kneissl am Donnerstag der APA am Rande eines Besuchs im Oman.

“Das ist das allererste, was wir in Angriff nehmen müssen”, sagte Kneissl. Zugleich verwies sie auf das Regierungsübereinkommen, in dem sich Türkis-Blau auf eine Doppelstaatsbürgerschaft für deutsch- und ladinischsprachige Südtiroler, Österreicher in Großbritannien sowie Nachkommen von Holocaust-Opfern festgelegt hatte. “Das sind voneinander völlig losgelöste Adressatenkreise”, pochte Kneissl auf eine getrennte Behandlung dieser Gruppen.

Von: apa

Bezirk: Bozen