"Angliederung Trentino Südtirols hat Millionen italienischer Menschenleben gekostet"

Biancofiore kritisiert mögliche Doppelstaatsbürgerschaft

Sonntag, 17. Dezember 2017 | 12:35 Uhr

Die Südtiroler Parlamentarierin von Italiens rechtskonservativer Forza Italia, Michaela Biancofiore, hat sich über die Verankerung der Doppelstaatsbürgerschaft im österreichischen Koalitionsvertrag besorgt gezeigt. Die Oppositionsparlamentarierin forderte die Regierung in Rom zu einer Reaktion auf.

“Die Angliederung Trentino Südtirols an Italien ist nicht nur das Ergebnis internationaler Friedensabkommen, sie hat Millionen italienischer Menschenleben gekostet. Die PD-Regierung in Rom scheint sich dafür überhaupt nicht zu interessieren”, schrieb Biancofiore in einer Presseaussendung am Sonntag.

Mit der Verankerung der Doppelstaatsbürgerschaft im österreichischen Koalitionsvertrag rücke Österreich de facto zum “Vaterland” der Südtiroler auf, warnte Biancofiore. Dies verschiebe die Grenzen Italiens, sagte die Deputierte der konservativen Partei um Ex-Premier Silvio Berlusconi. Das Schweigen der italienischen Institutionen und vor allem der Regierung in Rom sei “ohrenbetäubend”.

Von: apa