Duque will "Korrekturen" durchsetzen

Duque tritt Amt als Kolumbiens Präsident an

Dienstag, 07. August 2018 | 05:18 Uhr

In Kolumbien vollzieht sich am Dienstag ein Machtwechsel: Der im Juni gewählte rechtsgerichtete Politiker Ivan Duque wird in Bogotá als neuer Präsident vereidigt. Duques Amtsantritt stellt das Friedensabkommen infrage, mit dem sein Vorgänger Juan Manuel Santos den jahrzehntelangen Guerilla-Krieg beendet hatte.

Der 42-jährige neue Präsident will “Korrekturen” durchsetzen. Er findet, dass die linken FARC-Rebellen in dem Abkommen zu milde davongekommen sind. Duque strebt unter anderem Abstriche an der Amnestie für die Rebellen an. Seine Kritiker fürchten, dass der rechte Politiker die Guerilleros wieder in den Untergrund treiben könnte. Die FARC hatte ein halbes Jahrhundert lang gegen die Regierung in Bogota gekämpft, mehr als 260.000 Menschen wurden getötet. Der scheidende Präsident Santos wurde für das Abkommen mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet.

Nach dem angeblichen Anschlagsversuch gegen den venezolanischen Präsidenten Nicolas Maduro hat Kolumbiens Luftfahrtbehörde den Einsatz von Drohnen bei Duques Amtsantritt untersagt. “Rund um den Präsidentenpalast Casa de Narino ist die Benutzung von Drohnen verboten. Mit dieser Maßnahme soll die Sicherheit bei der Amtseinführung des neuen Präsidenten Kolumbiens gewährleistet werden”, teilte die Behörde am Montag mit.

Von: APA/ag./dpa

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