Auf den Inseln der Ostägäis harren zurzeit knapp 20.000 Menschen aus

Dutzende Migranten in der Ägäis aufgegriffen

Sonntag, 23. September 2018 | 17:05 Uhr

Der Zustrom von Flüchtlingen in der Ägäis dauert an. Zwischen Samstagvormittag und Sonntagmittag sind nach Angaben der Küstenwache mehr als 180 Migranten in der Ägäis aufgegriffen worden. Zudem wurden zwei mutmaßliche Schlepper festgenommen, hieß es.

Vor den Inseln Samos und Leros wurden demnach 70 Migranten aufgegriffen, 79 weitere vor den Inseln Lesbos und Chios. Auch vor der nordgriechischen Hafenstadt Alexandroupolis griff die Küstenwache 33 Migranten auf.

“Wir rechnen mit weiteren Ankünften in der Nacht und am frühen Montag”, sagte ein Offizier der Küstenwache der Deutschen Presse-Agentur am Sonntagnachmittag. Die Zahl der Migranten sei zwar im Vergleich zum Jahre 2015 deutlich kleiner. Damals gab es Tage, an denen 7.000 Migranten aus der Türkei übersetzten. Die Aufnahmelager sind derzeit jedoch überfüllt, weil die Behörden die Asylanträge wegen Personalmangels nicht zügig genug bearbeiten können.

Auf den Inseln der Ostägäis harren zurzeit knapp 20.000 Menschen aus. Die Lager auf den Inseln Lesbos, Chios, Samos, Leros und Kos haben aber nur eine Aufnahmekapazität für 6.338 Menschen.

Um die Inseln zu entlasten, will die Regierung in Athen bis Monatsende mehr als 3.000 Menschen in Flüchtlingslager auf dem Festland bringen. Es handelt sich dabei um Familien, Minderjährige und Frauen. Diese Menschen haben gute Chancen, Asyl zu bekommen, heißt es aus Quellen des Migrationsministeriums in der Hafenstadt Piräus.

Von: APA/dpa