Auch 21 Kinder unter den Opfern

Dutzende Zivilisten bei Luftangriffen auf Raqqa getötet

Donnerstag, 17. August 2017 | 17:40 Uhr

Bei Luftangriffen der Anti-IS-Koalition in der nordsyrischen Stadt Raqqa sind laut Aktivisten in den vergangenen drei Tagen 59 Zivilisten getötet worden. Unter den Opfern der US-geführten Allianz gegen die Jihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) seien auch 21 Kinder, erklärte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Donnerstag.

Für Medien sind die Angaben der oppositionsnahen Organisation kaum zu überprüfen. Die Anti-IS-Koalition unterstützt aus der Luft die Truppen der Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF). Das Bündnis aus kurdischen und arabischen Einheiten kämpft sich seit Wochen in der einstigen syrischen Hauptstadt der IS-Miliz voran und kontrolliert inzwischen mehr als die Hälfte der Stadt. Die Kämpfe konzentrieren sich laut der Beobachtungsstelle derzeit auf die Viertel Al-Dariya, Al-Barid und Al-Murur.

Der UNO-Hilfskoordinator für Syrien, Jan Egeland, warf der IS-Miliz am Donnerstag vor, die in der Stadt eingeschlossenen Einwohner als “menschliche Schutzschilde” zu missbrauchen. Nach UN-Schätzungen befinden sich noch bis zu 25.000 Zivilisten in der umkämpften Stadt. Egeland appellierte an die SDF, möglichst vielen Zivilisten die Flucht zu ermöglichen. Die IS-kontrollierten Viertel seien derzeit der “schlimmste Ort” in Syrien.

Von: APA/ag.