Mindestens ein Mensch kam bei dem Anschlag ums Leben

Ein Toter bei Autobomben-Anschlag in Kabul

Freitag, 02. März 2018 | 08:22 Uhr

Bei einem Autobomben-Anschlag auf einen internationalen Militärkonvoi in der afghanischen Hauptstadt Kabul ist mindestens ein Zivilist getötet worden. Vier weitere Menschen wurden bei der Detonation im Osten der Hauptstadt verletzt, wie ein Sprecher des afghanischen Innenministeriums am Freitag mitteilte.

Örtliche Medien zeigten Bilder von beschädigten Häusern und Geschäften. Die Explosion ereignete sich gegen 9.00 Uhr in der Früh im Osten von Kabul, wo viele Ausländer leben. Der Sprecher des afghanischen Innenministeriums hatte zunächst mitgeteilt, von der Detonation sei ein Auto ausländischer Arbeitnehmer getroffen worden.

Es blieb zunächst unklar, wer in den Fahrzeugen saß und wie es den Insassen geht. Die Wagen seien auf der großen Jalalabad-Straße zu einem internationalen Lager unterwegs gewesen oder von dort gekommen, teilte ein anderer Sprecher im afghanischen Fernsehen mit. Die internationale NATO-Mission Resolute Support, an der aktuell auch 18 Soldaten des österreichischen Bundesheers teilnehmen, war zunächst für einen Kommentar nicht erreichbar. An der Jalalabad-Straße liegen unweit des Anschlagsorts auch zwei große Wohn- und Arbeitsanwesen der Vereinten Nationen und anderer internationaler Organisationen.

In Kabul waren erst am Mittwoch Delegierte aus 26 Ländern für eine Friedenskonferenz angekommen. Sie berieten, wie die afghanische Regierung vor allem mit den radikalislamischen Taliban Frieden schließen könnte. Präsident Ashraf Ghani machte den Taliban ein umfassende Friedensangebot. Der Krieg hat sich seit dem offiziellen Ende des NATO-Kampfeinsatzes stark intensiviert. Die Taliban halten nach unterschiedlichen Schätzungen 13 bis 40 Prozent des Landes.

Kabul war in den vergangenen Monaten wiederholt Ziel von Anschlägen islamistischer Gruppen wie der Taliban oder der Jihadistenmiliz “Islamischer Staat” (IS). Allein seit Mitte Jänner haben Extremisten ein Luxushotel gestürmt, eine belebte Straße bombardiert und einen Militärkomplex in Kabul angegriffen. Dabei wurden mehr als 130 Menschen getötet.

Von: APA/dpa/ag.