Südtirol muss Treibhausgase um 55 Prozent reduzieren

„Eine enorme Herausforderung“

Dienstag, 26. April 2022 | 11:42 Uhr

Bozen/Meran – In wenigen Monaten ernennen die Landesregierung sowie die Stadtverwaltungen von Bozen und Meran offiziell die sechs Mitglieder des Vorstands und die sechs Mitglieder des Aufsichtsrats der Alperia AG. Diese zwölf Personen spielen gemeinsam mit dem Management der Gesellschaft eine Schlüsselrolle bei der Umsetzung der durch den internationalen Vertrag 2015 in Paris beschlossenen Klimaschutzziele. Darauf weisen der Dachverband für Natur- und Umweltschutz sowie der Klima Club Südtirol. „Südtirol muss in den nächsten sieben Jahren seine Treibhausgase um mindestens 55 Prozent reduzieren – eine enorme Herausforderung!“, erklären die Vereinigungen in einem offenen Brief.

Die Mitglieder des Verwaltungs- und des Aufsichtsrats werden unter anderen den dreijährigen Industrieplan erarbeiten und seine Umsetzung strategisch begleiten. Dieses strategische Dokument biete eine einmalige Chance, die energetische Transformation in unserem Lande rascher als bisher voranzutreiben und den von der Südtiroler Landespolitik initiierten Prozess hin zum „Klimaland Südtirol“ mit Nachdruck umzusetzen, sind die beiden Vereinigung überzeugt.

„Dazu gehören neben der massiven Investition für die energetische Sanierung von Gebäuden und der Produktionsprozesse, die Optimierung der bestehenden Großwasserkraftwerke bei gleichzeitiger Erhaltung der Artenvielfalt oder der 100-prozentige Ausstieg aus fossilen Brennstoffen und den Ausbau der Infrastruktur für die Elektromobilität“, so die Umweltschützer.

Der Weltklimarat habe erst kürzlich die fehlende politische Führung als eines der Hauptrisiken in Europa für den Klimaschutz bezeichnet. „Wir sind zuversichtlich, dass Sie sich im Bewusstsein dieses historischen Moments bei der Nominierung der Verwaltungs- und Aufsichtsräte nicht allein von parteipolitischen Überlegungen leiten lassen. Wir gehen vielmehr davon aus, dass im neuen Verwaltungs- und Aufsichtsrat die Kompetenzen in den Bereichen erneuerbare Energien, Energieeffizienz und Klimaschutz allen anderen Qualifikationen überwiegen werden. Denn Alperia muss im Klimaschutz noch schlagkräftiger werden“, so Klaus-Peter Dissinger vom Dachverband für Natur- und Umweltschutz und Thomas Egger vom Klima Club Südtirol.

Von: mk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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11 Kommentare auf "„Eine enorme Herausforderung“"


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traktor
traktor
Universalgelehrter
1 Monat 1 h

was soll das?
was müssen dann die kohle und gasverbrennerregionen verbessern????
90% gase? träumt weiter….

N. G.
N. G.
Kinig
1 Monat 32 Min

Weils andere nicht besser machen, sollten wir es auch nicht tun?
Was für eine verblendete Logik!

Hustinettenbaer
29 Tage 22 h

@traktor
Photovoltaik, Windkraft.
Aber Südtirol hat doch schon eine gute Wasserkraft-Quote. Stand doch kürzlich in einem SN-Artikel.

traktor
traktor
Universalgelehrter
29 Tage 21 h

@Hustinettenbaer
da sind wir vorne mit dabei!!
da haben die grossstadtverpester viel mehr aufholbedarf… bei ihrer stromerzeugung die abwärme in den himmel blasen anstatt zu nutzen, und wir sollen für denen bezahlen … nein danke

Hustinettenbaer
29 Tage 9 h

@traktor
Energieverschwendern wird das schnell vergehen. Auch denen, die es sich leisten (können).
Das gibt m. M. Dispute wie bei Corona: Unsolidarität, fehlender Hausverstand. Dazu kommt “Russland-/Katar-…Unterstützer” 🥴.
Dagegen waren Fridays for Future ein laues Lüftchen.

marc16
marc16
Tratscher
1 Monat 3 h

und woher kommt der strom???

Doolin
Doolin
Kinig
29 Tage 23 h

…aus der Steckdose…
😅

traktor
traktor
Universalgelehrter
29 Tage 21 h

marc@
unser strom kommt zu 100% aus erneuerbaren enrgieen, und nochmal das 2fache wird “verkauft” und wir zahken die höchsten strompreise, obwohl mit unserem wasser und unseren kraftwerken für uns zum selbstkostenpreis abzugeben wäre! südtirol first, aber der landesfürst will nicht !!

N. G.
N. G.
Kinig
1 Monat 29 Min

Inso heiligis Landl steht mit 55% mieser da wie die meisten Regionen Europas.
Wie weitsichtig unsere Politiker doch sind!
Da muss vorher ein Tornado durch Bozen fegen, bis die kapieren das es an der Zeit wäre was zu unternehmen!

leolee
leolee
Tratscher
1 Monat 37 Min

das Ziel ist nur mit den Gas aus Russland zu erreichen.

So ist das
1 Monat 22 Min

Das Postenschachern beginnt, die Umwelt spielt wohl eher eine untergeordnete Rolle. 🤔

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