Warnung für Reisemonat August

Einsatzkräfte im Stau: Faistnauer fragt nach

Dienstag, 02. August 2022 | 10:46 Uhr

Bozen – Stau über Stunden und zig Kilometer auf allen Hauptverkehrsadern Südtirols – die Entwicklungen sind alarmierend, insbesondere in Hinblick auf Haupt-Reisetage und die anstehende Sanierung der Luegbrücke, wenn diese teilweise nur mehr einspurig befahrbar sein wird. Das findet zumindest der Abgeordnete Peter Faistnauer von der Landtagsfraktion Perspektiven Für Südtirol. Er wirft Landesregierung und Autobahngesellschaft Desinteresse vor.

Die Antworten auf die Anfang Juni im Landtag vom Abgeordneten Peter Faistnauer eingebrachten Fragen betreffend Hausärzte im Stau fallen knapp aus: Dem Mobilitätsressort liegen keine Mitteilungen von im Stau steckenden Hausärzten vor. Es gibt keine Sonderregelung für im Stau steckenden Arzt-Fahrzeuge, diese gelten nur für Blaulichtorganisationen. Somit ist es Hausärzten in Stausituationen auch nicht erlaubt, die Kolonne zu überholen. Hausärzte im Dienst dürfen auch nicht die Blaulichtorganisationen anfordern, um schneller an ihren Einsatzort zu gelangen, da in der Straßenverkehrsordnung nicht vorgesehen. „Dieser Nüchternheit gegenüber sind besorgte Berichte von Einsatzkräften im Stau in den Medien zu lesen –  hier scheinen die Mitteilungen angekommen zu sein“, kommentiert Faistnauer.

Umso beunruhigter würden viele Bürger auf August – den Reisemonat par Excellence – blicken. „Die immer wieder aufs Neue versprochenen Bemühungen seitens der Betreiber der A22 fruchten wenig. Endlose Kolonnen mit massivsten Belastungen für Verkehrsteilnehmer, Umwelt und Anrainer könnten in absehbarer Zeit täglich kommen und noch schlimmer werden. Mit der bevorstehenden Grundsanierung der Luegbrücke Nordtirol droht ein jahrelanger Albtraum“, meint Faistnauer. Bereits im März und Mai fragte der Abgeordnete nach wegen der Alternative einer Tunnellösung und wollte wissen, ob Autobahnbetreiber und politische Verantwortliche von Süd- und Nordtirol über die Baumaßnahmen im Austausch sind und ob bei Brückensanierung belastungsminimierende Verkehrskonzepte vorliegen.

„Die ausweichenden Antworten der Südtiroler Landesregierung lassen die Betroffenen ohne Hoffnung“, so Faistnauer. Daher legte der Wipptaler Abgeordnete im Juli erneut weitere Fragen vor: Wie wird das Monitoring der Luftwerte entlang der staugefährdeten Strecken garantiert und welche Maßnahmen können bei Überschreitungen der Normen ergriffen werden? Gäbe es die Möglichkeit, das Verkehrsaufkommen aufgrund extremer Gesundheits- und Sicherheitsgefährdung zu reduzieren? Und Faistnauer hakte auch nach, was die Rettungskräfte in Südtirol anbelangt.

“Der Blick auf die August-Reisetage verheißt viele heiße Stau-Stunden. Da hat die Beantwortung einer Frage besondere Dringlichkeit, denn hier ist Gefahr in Verzug: Hat die Landesregierung Lösungen, wie Ärzte, Feuerwehrleute oder andere Einsatzkräfte im Notfall zeitnah ihre Dienststellen erreichen können, um dann an ihre Einsatzorte zu gelangen?”, will der Abgeordnete von der Landesregierung wissen.

Von: mk

Bezirk: Bozen

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