Trump beschimpfte Acosta als "Feind des Volkes"

Eklat bei Pressekonferenz im Weißen Haus

Donnerstag, 08. November 2018 | 15:03 Uhr

Bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus kam es zu einem Eklat. Trump schnitt CNN-Chefkorrespondent Jim Acosta das Wort ab und beleidigte ihn, als er Fragen zu Einwanderung und Russland stellen wollte. Wenig später entzog das Präsidialamt Acosta die Akkreditierung. CNN warnte: “Das ist eine beispiellose Entscheidung, die unsere Demokratie bedroht.”

Zunächst schlug Trump in seiner ersten Pressekonferenz nach den Kongresswahlen staatsmännische Töne an, als er seine Bereitschaft zur überparteilichen Zusammenarbeit erklärte. Doch die Stimmung schlug rasch um. Er warnte die Demokraten, irgendwelche Untersuchungen anzustrengen. “Sie können das Spiel spielen, aber wir können es besser spielen.” Zum Eklat kam es schließlich, als CNN-Reporter Acosta das Mikrofon ergriff, um dem Präsidenten Fragen zu stellen. Trump verlor sofort die Geduld. “Das reicht”, sagte er mehrmals. Dann versuchte eine Praktikantin des Weißen Hauses, Acosta das Mikrofon abzunehmen, doch dieser weigerte sich. Darauf Trump: “Ich sag’ Ihnen was: CNN sollte sich dafür schämen, dass Sie für sie arbeiten. Sie sind eine unhöfliche und schreckliche Person.”

Wenig später wurde Acosta bis auf weiteres die Akkreditierung entzogen. Präsidialamtssprecherin Sarah Sanders erklärte, Acostas Verhalten sei “absolut inakzeptabel”. Sie warf ihm zudem vor, bei der Pressekonferenz die Praktikantin unangemessen berührt zu haben. CNN und Acosta wiesen das als Lüge zurück. Auch andere Journalisten, die bei der Pressekonferenz dabei waren, sagten, sie hätten nicht gesehen, dass Acosta die Praktikantin angegriffen habe. Acosta sagte, er sei am Abend noch einmal zum Weißen Haus gegangen, doch ein Mitarbeiter des Secret Service habe ihm den Zugang verweigert. Das sei eine ziemlich “surreale Erfahrung” gewesen. “Ich hätte nie gedacht, dass ich in diesem Land nicht in der Lage sein würde, über den Präsidenten der USA zu berichten, nur weil ich versucht habe, eine Frage zu stellen.”

Von: APA/ag.

Kommentare
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Grünschnabel
2 Monate 10 Tage

Vorwahlen made in USA: hier geht es ans Eingemachte, hier wird (nur) schmutzige Wäsche gewaschen, so nach dem Motto ” und bist du nicht willig, so brauch ich Gewalt…”
Und man bedenke, Acosta soll die Praktikantin auch noch vor aller(!) Augen unsittlich berührt haben. Da hätten wir ja fast einen neuen Clinten. Acosta for President!

andr
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Superredner
2 Monate 10 Tage

Das ist trump ein kleines kind das sich den traum erfüllt hat mit geld Präsident der vereinigten Staaten zu werden und ein hirn wie ein spatz

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