Omas gegen Rechts zu 100 Jahre Marsch auf Bozen und Rom

„Erinnerungen in einer gemeinschaftlichen und demokratischen Logik“

Sonntag, 02. Oktober 2022 | 15:49 Uhr

Bozen – Die „Omas gegen Rechts“ äußern sich zu 100 Jahre March auf Bozen. „Wir sind besorgt über den Ausgang der Wahlen. Der Rechtspopulismus hat sich durchgesetzt, und zwar stärker als im Jahr 2018“, erklärt die Bewegung.

Die extreme Rechte behaupte sich zunehmend in Europa: in Ungarn, Polen, Schweden und nun auch in Italien, aber auch mit Rassemblement National in Frankreich und Vox in Spanien. „Sie erscheinen grenzüberschreitend, verbunden mit der Politik Trumps, aber auch Putins“, so die Omas gegen Rechts. Kennzeichen seien Souveränität, Intoleranz, Nationalismus, Rassismus, Tyrannei, das Patriarchat und Demokratiefeindlichkeit.

Die Bewegung „Omas gegen Rechts“, die es in mehreren europäischen Ländern gibt, eint das gemeinsame Engagement gegen Rechtsextremismus und für die parlamentarische Demokratie. „Wir verurteilen jede Art von Populismus und Nationalismus, ganz gleich, von welcher Seite dies ausgeht. Zur Festigung und zum Schutz der Südtiroler Autonomie, die einen großen politischen, kulturellen und wirtschaftlichen Wert hat, ist es wichtiger denn je, uns als „wir“ zu verstehen“, heißt es in einer Aussendung.

Im Oktober jähren sich zum 100. Mal der „Marsch auf Bozen“ und der „Marsch auf Rom“. „Es handelt sich um Jahrestage, an denen es wichtig ist, die Erinnerungen in einer gemeinschaftlichen und demokratischen Logik zu vereinen, nicht in einer spaltenden und lokal orientierten“, so die Omas gegen Rechts.

Von: mk

Bezirk: Bozen