Immer wieder werden Afroamerikaner bei Polizeieinsätzen erschossen

Erneut Afroamerikaner von US-Polizist erschossen

Donnerstag, 03. September 2020 | 10:48 Uhr

Schon wieder ist in den USA ein Afroamerikaner durch Polizeischüsse getötet worden: Wie der Polizeichef der US-Hauptstadt Washington, Peter Newsham, bei einer Pressekonferenz sagte, schoss ein Polizist am Mittwoch (Ortszeit) bei einer Fahrzeug-Kontrolle auf den flüchtenden Mann. Nach Angaben von Lokalpolitikern soll das Opfer 18 Jahre alt gewesen sein.

Die Beamten hätten einen Hinweis bekommen, wonach sich in einem Auto im Süden von Washington Waffen befanden, sagte Newsham. Als die Polizisten sich dem Fahrzeug genähert hätten, seien einige der Fahrzeuginsassen zu Fuß geflüchtet. “Einer der Beamten machte Gebrauch von seiner Schusswaffe”, sagte Newsham weiter.

Der angeschossene Afroamerikaner sei anschließend in ein Krankenhaus gebracht worden, wo er für tot erklärt worden sei. Newsham fügte hinzu, dass die Beamten am “Tatort” zwei Waffen sichergestellt hätten.

Nach Angaben von Trayon White, einem Mitglied des Stadtrates, wartet die Familie des Afroamerikaners nun auf die Auswertung von Videoaufnahmen. “Wir wollen herausbekommen, was die Aufnahmen der Körperkamera zeigen. Wir wollen wissen, ob er wegrannte, warum er erschossen wurde”, sagte White dem Sender Wusa9.

In den USA gibt es seit dem Tod des Afroamerikaners George Floyd bei einem brutalen Polizeieinsatz in Minneapolis Ende Mai in vielen Städten Proteste gegen Polizeigewalt und Rassismus. Befeuert wurden die Demonstrationen durch die tödlichen Polizeischüsse auf den Schwarzen Dijon Kizzee am Montag in Los Angeles. Nach Polizeiangaben hatte der Afroamerikaner die Flucht ergriffen und dabei ein Kleiderbündel fallen lassen, in dem sich eine Pistole befand.

Von: APA/ag.

Kommentare

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4 Kommentare auf "Erneut Afroamerikaner von US-Polizist erschossen"


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pfaelzerwald
pfaelzerwald
Superredner
16 Tage 7 h

Eine merkwürdige Häufung von Todesfällen durch Schusswaffe.
Aber merkwürdig ist auch, dass 16ährige mit einer Knarre rumlaufen können, Bier dürfen die aber nicht trinken.

Guennl
Guennl
Tratscher
16 Tage 6 h

Die schiesswütigen Ballermänner bekommen Rückendeckung von der Dumpfbacke aus Washington und sind quasi über dem Gesetz.

Der nächste Aufstand wird das Land kippen.

primetime
primetime
Superredner
16 Tage 6 h

Dass gewisse Polizisten in den USA überschnelle Finger am Abzug haben ist ja bekannt. ABER wenn die Personen (egal ob weiß, schwarz, gelb, rot, grün oder blassblau) flüchten muss das wohl einen schwerwiegenderen Grund haben. Ohne haut man nicht einfach so ab

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