Michaelerberg-Pruggern will den Wald "klimafitter" machen

Erste Gemeinde Österreichs rief “Klimanotstand” aus

Freitag, 14. Juni 2019 | 13:50 Uhr

Die obersteirische 1.150-Seelen-Gemeinde Michaelerberg-Pruggern (Bezirk Liezen) hat Donnerstagabend als erste Gemeinde Österreichs den “Klimanotstand” ausgerufen. Der einstimmige Gemeinderatsbeschluss soll Signalwirkung haben, bestätigte Bürgermeister Hannes Huber (ÖVP) am Freitag einen Bericht der “Kleinen Zeitung”. Initiator war Hotelier und Klimaschutzkämpfer Ernst Schrempf.

Eine rechtliche Bindung bringt der Beschluss nicht mit sich, aber Huber will damit andere Gemeinden und vielleicht auch Städte animieren, es gleich zu tun. Für die Kommune ist der ausgerufene “Klimanotstand” aber nicht nur Signal, sondern “wir machen uns viel Gedanken über das Klima, für uns ist das nicht nur symbolisch”, unterstrich der Bürgermeister im APA-Gespräch. Seit mehr als einem Jahrzehnt werde ein Bioheizwerk betrieben. Es versorgt Schule, Kindergarten und Vereine mit Strom. Die Gemeinde ist in verschiedenen Verbänden engagiert, etwa um den Wald “klimafitter” zu machen: “Die Fichte ist anfällig für den Borkenkäfer. Die Douglasie ist eine Alternative, die gut in unsere Gegend passt”, beschrieb Huber.

Die Gemeinde selbst sei schon mehrmals von Wetterkapriolen, die mutmaßlich durch den Klimawandel entstanden, betroffen gewesen: “Wir haben andere Wetter als früher. Am 17. Juli 2010, als es das Kleinsölktal unweit von uns traf, haben uns nur die bereits gebauten Schutzmaßnahmen vor Muren bewahrt. 2002 sind wir beim Enns-Hochwasser nur knapp an einer Katastrophe vorbeigeschrammt. Bei einem Föhnsturm 2002 sind rund 90.000 Festmeter Holz bei uns gefallen”, zählte der Bürgermeister auf. “Wir sind leidgeplagt und daher auch sensibler beim Thema Klimaschutz.”

Huber ist sich bewusst, dass er und seine Gemeinde allein nichts retten können, “aber wir können ein Signal setzen”. Er hofft auf andere Kommunen, die dem Beispiel folgen. Vorreiter-Städte gebe es bereits in der Schweiz.

Von: apa

Kommentare

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5 Kommentare auf "Erste Gemeinde Österreichs rief “Klimanotstand” aus"


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forzafcs
forzafcs
Superredner
2 Tage 4 h

Bold werts lächerlich…

Pacha
Pacha
Tratscher
2 Tage 4 h

Habe mal ganz kurz auf wikipedia nachgelesen und passend dazu “Novemberunwetter im Alpenraum 1966” gefunden und wer weiß was noch alles im Laufe der Geschichte so passiert ist. Bevor wieder einmal alle loslegen, sollten sie sich vorher die Chronik ihrer Dörfer und Städte durchlesen.

rmmmm82
rmmmm82
Grünschnabel
2 Tage 4 h

https://www.vice.com/en_us/article/43e8yp/the-uns-devastating-climate-change-report-was-too-optimistic

wir gehen auf apokalyptische szenarien hin, und das egal ob es einige leute “glauben” oder nicht.. die wissenschaft irrt nicht bei diesem thema, im gegenteil, sie sind eher zu konservativ eingestellt, wie dieses link beschreibt

falschauer
falschauer
Universalgelehrter
1 Tag 5 h

du hast vollkommen recht die wirkliche wahrheit wird uns gar nicht gesagt….jeder der mit offenen augen und ohren lebt, kann bestimmt ereignisse nicht verleugnen…die von wissenschaftlern erhobenen daten und fakten nicht ernst nehmen ist die entscheidung eines jeden einzelnen, welche zu akzeptieren ist, das sollte jedoch auch auf gegenseitigkeit beruhen

planB
planB
Grünschnabel
2 Tage 4 h

Zugleich kann man auch frisch den Verlust des Hausverstandes ausrufen!

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