Solidarität mit Kiew müsse uneingeschränkt bleiben

EU-Chefdiplomat warnt vor nuklearer Eskalation in Ukraine

Mittwoch, 05. Oktober 2022 | 11:45 Uhr

Angesichts ukrainischer Erfolge auf dem Schlachtfeld hat der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell vor einem möglichen Atomwaffeneinsatz Russlands gewarnt. Der Krieg sei in eine neue Phase eingetreten, in der eine Nuklearmacht Rückschritte mache und Drohungen im Raum stünden, dass auch Kernwaffen eingesetzt würden, sagte der EU-Chefdiplomat am Mittwoch im Europaparlament. Davor dürfe man nicht die Augen verschließen, meinte der Katalane.

“Das ist sicherlich ein besorgniserregendes Szenario, in dem wir zeigen müssen, dass unsere Unterstützung für die Ukraine nicht wankt.” Borrell betonte, dass auch bei einem kalten Winter die Solidarität mit der Ukraine uneingeschränkt bestehen bleiben müsse. Russland hat Gaslieferungen nach Europa vor dem Hintergrund des Kriegs dramatisch verringert, wodurch die Energiepreise stark angestiegen sind und die europäische Wirtschaft von einer Rezession bedroht ist.

Es gehe darum, dass die Zukunft der Ukraine auch mit der Zukunft der Menschen in der EU verbunden sei, erklärte Borrell. Als Grundlage für einen dauerhaften Frieden nannte Borrell, dass Russland politische und moralische Verantwortung übernehmen und für den Wiederaufbau aufkommen müsste, sowie die Verantwortlichen für Kriegsverbrechen zur Rechenschaft gezogen werden müssten.

Von: APA/dpa

Kommentare
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DontBeALooserBeASchmuser
2 Monate 2 Tage

Entweder die Ukraine beginnt jetzt ernsthaft zu verhandeln, oder große Gebiete werden für Jahrhunderte unbewohnbar ☝🏻

Die EU spielt gerade mit einem Drittel der weltweiten fruchtbaren Böden …

Doolin
Doolin
Kinig
2 Monate 1 Tag

…und mit wem soll die Ukraine ernsthaft verhandeln?…

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