Illegale Grenzübertritte sprunghaft angestiegen

EU-Innenminister beraten zu Belarus

Mittwoch, 18. August 2021 | 04:55 Uhr

Die EU-Innenminister beraten (heute) Mittwoch (14:00 Uhr) darüber, wie die Union mit der sprunghaft angestiegenen Zahl von illegalen Grenzübertritten an der belarussisch-litauischen Grenze umgehen soll, die offenkundig gezielt vom belarussischen Machthaber Alexander Lukaschenko herbeigeführt wurde.

Lukaschenko hatte in der Vergangenheit offen damit gedroht, als Reaktion auf die gegen sein Land verhängten EU-Sanktionen Menschen aus anderen Ländern passieren zu lassen.. In diesem Jahr waren es Regierungsangaben aus Litauen zufolge mehr als 4.000, wobei es im gesamten vergangenen Jahr keine 100 gewesen waren.

Die Situation in Afghanistan steht formal nicht auf der Agenda des Treffens. Mehrere EU-Staaten sehen aber Gesprächsbedarf über eine mögliche Fluchtbewegung aus dem Land, nachdem dort die militant-islamistischen Taliban die Macht übernommen haben. Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) seinerseits hat angekündigt, Abschiebezentren in den Nachbarländern Afghanistans vorzuschlagen, um weiterhin straffällig gewordene Afghanen aus Österreich abschieben zu können.

Von: APA/dpa

Kommentare

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7 Kommentare auf "EU-Innenminister beraten zu Belarus"


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Look_at_Yourself
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Superredner
1 Monat 5 Tage

Ein Land, dass seine Grenzen nicht schützen kann, ist verloren.
Wir wollen eine EU sein, also muss auch die EU in einer gemeinsamen Aktion aller, die Außengrenzen schützen.
Ein kleines Land wie Litauen darf nicht alleine gelassen werden.

Europa wird sich in den nächsten Jahren, bedingt durch den Klimawandel und politische Umbrüche, auf zig Millionen Flüchtlinge/Migranten einstellen müssen.

inni
inni
Universalgelehrter
1 Monat 4 Tage

“also muss auch die EU in einer gemeinsamen Aktion aller, die Außengrenzen schützen”

… bei den in Italien zu Land gegangenen Bootsmigranten haben die Nordländer immer weggesehen, wenn es um die Verteilung der Flüchtlinge auf alle EU-Staaten gegangen ist.

Look_at_Yourself
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Superredner
1 Monat 4 Tage

@inni
Stimmt genau. Das war schon immer dumm und kurzsichtig.
Ich bin schon immer für einen gemeinsamen Grenzschutz und eine Unterbringung von Flüchtlingen in heimatnahen Ländern Dafür muss man halt auch ordentlich Geld in die Hand nehmen und diese heimatnahen Länder einerseits unterstützen und andererseits wirtschaftlichen Druck ausüben, damit sie die Flüchtlinge aufnehmen.

nuisnix
nuisnix
Universalgelehrter
1 Monat 5 Tage

In der EU schauen die Großen in erster Linie auf ihre eigenen Vorteile!
Für die Kleinen gibt es nur ein müdes Lächeln und wenn es selber passt auch ein paar Cent als Almosen…

Tigre.di.montana
1 Monat 4 Tage

@Nuisnix:
“In der EU schauen die Großen in erster Linie auf ihre eigenen Vorteile!”
Nein, nicht im geringsten. Anders als in den Anfangsjahren der EU sind riesige Summen an neue Mitgliedsstaaten gegangen.
In diesem Artikel ging es aber um den Versuch des Diktators Lukaschenko, die benachbarten Länder durch die Beihilfe zum illegalen Grenzübertritt, also das massenweise Einschleusen von Migranten, unter Druck zu setzen.

Entequatch
Entequatch
Tratscher
1 Monat 4 Tage

Die EU berät…, schon wieder… leider wird aus dem ganzen Gerede wenig sinnvolles herauskommen

Tigre.di.montana
1 Monat 4 Tage

@Entequatsch: Frontex wird eingesetzt werden. Das ist sehr wohl sinnvoll.

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