NGOs in Afghanistan setzten ihre Arbeit nach Taliban-Entscheidung aus

EU und USA fordern von Taliban Ende von Frauen-Arbeitsverbot

Donnerstag, 29. Dezember 2022 | 05:24 Uhr

Die EU, die USA und elf weitere Länder haben die Aufhebung des in Afghanistan verhängten Arbeitsverbotes für Frauen bei Nichtregierungsorganisationen (NGOs) gefordert. “Die rücksichtslose und gefährliche Anordnung der Taliban, weibliche Mitarbeiter nationaler und internationaler Nichtregierungsorganisationen vom Arbeitsplatz auszuschließen, gefährdet Millionen von Afghanen, deren Überleben von humanitärer Hilfe abhängt”, heißt es in der am Donnerstag publizierten Erklärung.

Unterzeichnet wurde sie von den Außenministern der Vereinigten Staaten, Australiens, Kanadas, Dänemarks, Frankreichs, Deutschlands, Italiens, Japans, Norwegens, der Schweiz, des Vereinigten Königreichs, der Niederlande und der EU.

Zuvor hatten bereits die Vereinten Nationen auf eine Rücknahme des von den radikal-islamischen Machthabern verhängten Verbots gedrängt. “Frauen von der humanitären Arbeit auszuschließen, hat unmittelbare lebensbedrohliche Folgen für alle Afghanen. Schon jetzt mussten einige zeitkritische Programme wegen des Mangels an weiblichem Personal vorübergehend eingestellt werden”, erklärte die UNO.

Die Taliban begründeten den Schritt damit, dass sich einige Frauen nicht an die vorgegebene Auslegung der islamischen Kleiderordnung gehalten hätten. Nach der weiteren Einschränkung von Frauenrechten setzen mehrere internationale Hilfsorganisationen ihre Arbeit im Land vorerst aus. Vergangene Woche hatten die Taliban mit sofortiger Wirkung die Studentinnen des Landes von den privaten und öffentlichen Universitäten ausgeschlossen. Im März wurde Mädchen der Besuch von Gymnasien untersagt.

Von: APA/Reuters

Kommentare

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4 Kommentare auf "EU und USA fordern von Taliban Ende von Frauen-Arbeitsverbot"


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Clown
Clown
Tratscher
1 Monat 5 Tage

Erst verpfuschen dann fordern 🤬 So ist der Westen halt

Oracle
Oracle
Universalgelehrter
1 Monat 4 Tage

… was für Steinzeitmenschen, Frauen so zu unterdrücken und ihnen auch noch die Bildung zu verwehren! Die wollen scheinbar wirklich in der Steinzeit leben? Und das unter dem Mantel der Religion, obwohl kaum einer von diesen Herren lesen kann?!? Traurig für die Bevölkerung…

brunner
brunner
Universalgelehrter
1 Monat 4 Tage

Die EU und die USA sollen sich schämen, nicht fordern

Amadeus
Amadeus
Tratscher
1 Monat 4 Tage

Ich glaube nicht, daß die Steinzeitmenschen so schlimm waren. Die Religion der Christen gibt es erst seit 2000 Jahren, der Buddhisten seit 2500 Jahren, Hindus seit 4000 Jahren und seit ca 1300 Jahren die der Moslems. Und wer stand und steht hinter allem? Jene Institutionen die mit Religionen Menschen fanatisieren und Geschäfte damit machen. Wir wissen wer die sind.

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