Moscovici kämpft für fairere Besteuerung in Europa

EU verstärkt Kampf gegen Steuervermeidung

Montag, 29. Mai 2017 | 13:22 Uhr

Einen Schritt weiter geht die EU beim Kampf gegen Steuervermeidung durch Unternehmen. Der Rat adaptierte am Montag die Regeln, um die “digitalen und analogen Unterschiede” mit den Steuersystemen von Drittstaaten zu schließen. Unternehmen sollen daran gehindert werden, die Ungleichheiten zwischen zwei oder mehr Steuersystemen auszunützen, um die Gesamtsteuerbelastung des Unternehmens zu reduzieren.

“Unsere Kampagne für fairere Besteuerung in Europa erntet die ersten Erfolge”, zeigte sich EU-Wirtschaftskommissar Pierre Moscovici erfreut. Die beschlossene Direktive stelle sicher, dass die entsprechenden Empfehlungen umgesetzt werden, und sei eine Ergänzung der im Vorjahr beschlossenen Regelungen zur Steuervermeidung, sagte der EU-Ratsvorsitzende, der maltesische Finanzminister Edward Scicluna.

“Unser Ziel hier ist es, eine der Hauptpraktiken, die multinationale Konzerne entwickelt haben, um ihre Steuern zu vermeiden, zu bekämpfen”, betonte Scicluna. Die EU-Mitgliedsstaaten haben Zeit bis 2020, bei einer Bestimmung bis 2022, um die Direktive in nationales Recht umzusetzen.

Der Europäische Rat beschloss auch eine verstärkte Zusammenarbeit mit den USA sowie Informationsaustausch der Aufsichtsbehörden für Versicherungen und Rückversicherungen. Dadurch sollen Polizzeninhaber und andere Konsumenten in der EU und den USA besser geschützt werden. Um das Abkommen zu beschließen, ist noch die Zustimmung des Europäischen Parlaments notwendig.

Von: apa

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