J&J-Vakzin ist in der EU nicht besonders gefragt

EU verzichtet auf weitere Bestellungen von J&J-Impfstoff

Donnerstag, 10. Juni 2021 | 12:47 Uhr

Die EU verzichtet Insidern zufolge vorerst auf weitere Impfstoff-Bestellungen bei Johnson & Johnson. Die EU wolle eine Option zum Kauf weiterer 100 Millionen Dosen des Covid-19-Vakzins nicht wahrnehmen und erwäge weitere 100 Millionen optionale Dosen an ärmere Länder zu spenden, falls diese bestellt würden, erfuhr die Nachrichtenagentur Reuters von drei EU-Beamten. Ende März ließ die EU demnach bereits eine erste Frist zum Kauf zusätzlicher Dosen verstreichen.

Die EU hat einen Vertrag über insgesamt 400 Millionen Dosen mit J&J, von denen bisher 200 Millionen abgerufen wurden. Die übrigen 200 Millionen Dosen konnten über zwei separate Tranchen gezogen werden. Die zweite Frist für die restlichen 100 Millionen Dosen läuft den Insidern zufolge Ende Juni ab, es sei aber noch keine Entscheidung gefallen, ob die EU diese ausübe. Ein Sprecher der EU-Kommission wollte sich dazu nicht äußern.

Internen Schätzungen zufolge hat sich die EU inzwischen genügend Impfstoff gesichert, um die Erwachsenen in der Staatengemeinschaft in diesem Sommer zu impfen. Zudem hat sie einen großen Vertrag mit Pfizer und Biontech für das kommende Jahr geschlossen. Bei dem Vorgehen der EU könnten zudem die Lieferprobleme von J&J eine Rolle spielen. Im Rahmen der Erstbestellung habe sich das Unternehmen dazu verpflichtet, bis Ende Juni 55 Millionen Dosen an die EU zu liefern, bisher seien aber nur etwa zwölf Millionen Dosen ausgeliefert worden, sagte ein Vertreter der EU-Kommission.

Zwei in den USA hergestellte Chargen mit Millionen von Impfdosen wurden wochenlang zurückgehalten, während die Europäische Arzneimittelbehörde EMA ihre Sicherheit nach Fällen von Kontaminationen in einer Fabrik des J&J-Auftragsherstellers Emergent in den USA überprüfte. J&J stoppte zudem selbst vorübergehend die Auslieferungen an die EU, nachdem diese gerade erst begonnen hatten, da Fälle seltener Thrombosen bei dem Impfstoff bekanntwurden. J&J wollte sich zu den Lieferproblemen nicht äußern und bekräftigte, an die EU 200 Millionen Impfdosen liefern zu wollen.

Laut dem Impf-Dashboard des Gesundheitsministeriums sind bisher 154.000 Dosen des J&J-Impfstoffs nach Österreich geliefert worden, für die kommenden zwei Wochen werden weitere 26.100 Dosen erwartet. Damit ist J&J derzeit jener Impfstoff, von dem mit Abstand am wenigsten nach Österreich geliefert wird.

Von: APA/Reuters

Kommentare

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5 Kommentare auf "EU verzichtet auf weitere Bestellungen von J&J-Impfstoff"


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Jiminy
Jiminy
Kinig
7 Tage 22 h

ahhh, haben wir da einen klaren Fall von no-vertrauen?? Schämt euch!!

Jiminy
Jiminy
Kinig
7 Tage 15 h

entschuldigung, das müsste eigentlich no-trust heißen… 😅🤣😂

nemo3957
nemo3957
Grünschnabel
7 Tage 15 h
und nun wird az fuer under 40 verboten da 1 auf 100000 schwehre nebenwirkungen hat eine 18 jahrige heute verstorben aber 0 gesunde jugendliche an covid. diese mittel sind noch lange nicht genuegend getestet es wird auf der bevoelkerung experimentiert. anfangs mussten einige mittel auf aettliche minusgrade gelagert werden jetzt geht es auch bei hoeren temperaturen dann musste man zwischen erste und zweite spritzen genauen zeitraum einhalten jetzt ist es nicht mehr so wichtig was der hersteller sagt man durfte ja nicht die stoffe mixen jetzt geht das auch in ordnung ein bischen von einen dan den anderen zuerst brauchte… Weiterlesen »
nemo3957
nemo3957
Grünschnabel
7 Tage 15 h

und man hat eine impfpflicht fuer sanitaerer eingefuehrt ?
und man redet von einer allgemeinen impfpflicht?
und man moechte kinder impfen unter der erpressung sonst koennen sie nicht schule besuchen?

Mezcalito
Mezcalito
Superredner
7 Tage 15 h

Business vor Gesundheit

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