EU-Kommissarin Johansson reicht Freiwilligkeit bei Facebook nicht mehr

EU will Facebook zu Bekämpfung von Pädophilie verpflichten

Sonntag, 09. Januar 2022 | 03:13 Uhr

Zum Schutz von Kindern im Internet will die EU-Kommission die Technologiekonzerne stärker in die Pflicht nehmen. “Ich werde in den kommenden Monaten eine Gesetzgebung vorschlagen, die Unternehmen verpflichtet, den sexuellen Missbrauch von Kindern zu erkennen, zu melden und zu entfernen. Eine freiwillige Meldung wird dann nicht mehr ausreichen”, sagte die EU-Innenkommissarin Ylva Johansson der “Welt am Sonntag” laut Vorausbericht.

Allein im Jahr 2020 hätten Internetanbieter und soziale Netzwerke 22 Millionen freiwillige Meldungen abgegeben. 2019 seien es 17 Millionen Meldungen gewesen. Der Facebook-Mutterkonzern Meta sei allein für 95 Prozent der Meldungen verantwortlich. Das sei aber nur ein Bruchteil der begangenen Straftaten.

Von: APA/Reuters

Kommentare

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1 Kommentar auf "EU will Facebook zu Bekämpfung von Pädophilie verpflichten"


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N. G.
N. G.
Universalgelehrter
19 Tage 33 Min

Der Titel des Berichts sagt eigentluch alles aus. Man muss einen Dienst “verpflichten”, freiwillig passiert da nichts.
Gerade von einem US geführten Unternehmen, USA an Prüderie nicht zu überbieten, würde man mehr erwarten!
Ich würde zuallererst geschlossene Gruppen verbieten, dann wären einige Probleme schon mal gelöst. Was da zu finden ist, ist teilweise über jeglicher Vorstellungskraft..!
Whistleblower haben einiges aufgedeckt aber da solche Leute nicht geschützt werden, bleibt vieles im geheimen.

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