SVP-Senator Dieter Steger zum Dokument für Wirtschafts- und Finanzplanung

„Europa muss jene Entschlossenheit zurückgewinnen, die es während der Corona-Pandemie gezeigt hat“

Mittwoch, 20. April 2022 | 21:04 Uhr

Bozen/Rom – „Europa muss jene Entschlossenheit zurückgewinnen, die es während der Corona-Pandemie gezeigt hat. Es braucht eine gemeinsame Haushaltspolitik, um den ernsthaften Bedrohungen für unsere Volkswirtschaften zu begegnen. Eine dritte Rezession innerhalb von nur zehn Jahren wäre für alle unzumutbar.“

Dies betonte Dieter Steger, Vizepräsident der Autonomiegruppe, heute im Plenum des Senats. „Die im neuen Hilfspaket zur Verfügung stehenden ca. 6 Milliarden Euro sollten dazu verwendet werden, die Lohnkosten weiter zu senken und die Maßnahmen gegen die hohen Strom- und Treibstoffpreise zu verstärken.“

„Wir wissen aber, dass die Energiepreise in den nächsten Monaten nicht sinken werden und die Inflation auf einem hohen Stand bleiben wird. Dies ist eine sehr ernste Bedrohung in einem Land, das laut den IRPEF-Daten der vergangenen Tage bereits einen erheblichen Rückgang bei den Einkommen erlebt hat.“

„In Wahrheit können die einzelnen Staaten aber allein nur wenig tun. Dies haben wir bereits während der Pandemie und auch während des Krieges erlebt. Und wir sehen es nun angesichts der drohenden Wirtschaftskrise wieder.“

„Es ist deshalb notwendig, dass Europa den Integrationsprozess beschleunigt. Denn nur so können wir uns den Herausforderungen stellen, welche die Welt an uns stellt.“

„Dabei dürfen wir auch die notwendigen Maßnahmen für die ökologische Transformation nicht vergessen. Es ist gefährlich zu sagen, wie es einige tun, dieser solle auf bessere Zeiten verschoben werden. Unserem Planeten läuft die Zeit davon. Und genau deshalb müssen wir verhindern, dass die eingegangenen Verpflichtungen zum ökologischen Wandel in den Trümmern des Krieges enden. Das sind wir unseren Kindern und Enkelkindern schuldig.

„Und nur durch eine Modernisierung des Wirtschaftssystems, welches nachhaltig sein muss, wird Italien künftig in der Lage sein, die seit zwei Jahren rasant wachsende Staatsverschuldung aufzuhalten.“

Von: ka

Bezirk: Bozen

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