Seminarwoche bildet den Auftakt der Tagung - Feierliche Eröffnung amSonntag

Europäisches Forum Alpbach beginnt: EU und Menschenrechte im Zentrum

Mittwoch, 17. August 2016 | 11:05 Uhr

Mit der Seminarwoche startet heute, Mittwoch, das Europäische Forum Alpbach 2016. Inhaltliche Schwerpunkte der bis 2. September dauernden Veranstaltungen, die unter anderem im neu erweiterten Kongresszentrum über die Bühne gehen werden, sind die Zukunft der EU, Menschenrechtsfragen und das Thema Digitalisierung. In Summe erwarten die Organisatoren rund 5.000 Teilnehmer.

In der Seminarwoche (17. bis 24. August) werden sich 16 einwöchige, interdisziplinäre Seminare aus unterschiedlichen wissenschaftlichen Perspektiven dem diesjährigen Generalthema “Neue Aufklärung” widmen. Die feierliche Eröffnung des Europäischen Forums Alpbach findet am 21. August im Rahmen der Tiroltage statt.

Insgesamt werden zu den Gesprächsrunden und Vorträgen heuer rund 700 nationale und internationale Sprecher aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft erwartet. Angekündigt sind unter anderen EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker, EU-Digitalkommissar Günther Oettinger, der Präsident der Europäischen Gerichtshofs, Koen Lenaerts, der Direktor der EU-Grundrechteagentur (FRA), Michael O’Flaherty, der slowakische Außenminister Miroslav Lajcak, sein ukrainischer Amtskollege Pawlo Klimkin und der ehemalige griechische Finanzminister Yanis Varoufakis. Auch zahlreiche österreichische Minister haben ihre Teilnahme zugesagt.

Intensiv diskutiert werden soll in Alpbach beispielsweise über die künftige Außen- und Sicherheitspolitik der Europäischen Union. Das Thema Menschenrechte wird sowohl bei den Politischen Gesprächen als auch bei den Rechtsgesprächen im Fokus stehen, die heuer zeitgleich stattfinden.

Breiten Raum werden im 71. Jahr des Bestehens des Forums auch Digitalisierungsthemen einnehmen, wie Forums-Präsident Franz Fischler im Vorfeld gegenüber der APA sagte. Als weiteren inhaltlichen Schwerpunkt nannte Fischler “die Frage der Innovationen im Zusammenhang mit Demokratie”, wohin sich diese weiterentwickeln und wie Subsidiarität funktionieren könnte.

Das “globale Thema in diesem Jahr” sei die Frage der Umsetzung der im Vorjahr von der UNO beschlossenen Nachhaltigkeitsziele (Sustainable Development Goals/SDGs). Dazu soll es unter anderem im Rahmen der Politischen Gespräche eine Podiumsdiskussion mit dem früheren Generaldirektor der Welthandelsorganisation (WTO), Pascal Lamy, und dem US-Ökonomen Jeffrey D. Sachs geben.

Ein Highlight sei für ihn auch die Eröffnung des neuen Kongresszentrums, sagte Fischler – “eines der modernsten und leistungsfähigsten Kongresshäuser Europas”, das auch die Möglichkeit bieten werde, “mit neuen Formaten zu operieren und vor allem den Diskurs in Alpbach noch stärker zu fördern”. Es soll am 21. August im Beisein Junckers offiziell in Betrieb genommen werden.

Das neue Veranstaltungszentrum solle dann in der Folge nicht nur für Kongresse zur Verfügung stehen, sondern auch “ein intellektuelles Zentrum sein für die Europaregion Tirol”, wo regelmäßig Events der Regionen Tirol, Südtirol und Trentino stattfinden sollen. Die Veranstaltungsfläche werde in etwa doppelt so groß sein wie bisher, sagte Fischler.

Am 2. September findet in Alpbach auch erneut ein Bürgermeister-Vernetzungstreffen statt, zu dem 100 Bürgermeister aus ganz Österreich erwartet werden. Dabei geht es laut den Forums-Organisatoren um einen Erfahrungsaustausch, wie Integration langfristig in den Gemeinden erfolgreich ermöglicht werden kann.

(SERVICE: Das Detailprogramm des Europäischen Forums Alpbach ist unter http://www.alpbach.org abrufbar.)

Von: apa

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