Grünberg wechselt in die Politik

Ex-Stabhochspringerin Kira Grünberg kandidiert für ÖVP

Freitag, 28. Juli 2017 | 17:52 Uhr

Die ehemalige Stabhochspringerin Kira Grünberg wird Spitzenkandidatin der ÖVP für die Nationalratswahl in ihrem Heimatbundesland Tirol. Dies erklärten Parteichef Sebastian Kurz und Landeshauptmann Günther Platter Freitagnachmittag bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit der im Rollstuhl sitzenden ehemaligen Sportlerin in Innsbruck.

Wenige Stunden zuvor war Grünberg in Wien als Kandidatin auf Platz zehn der Bundesliste präsentiert worden. Mit Platz eins in Tirol ist ihr das Nationalratsmandat de facto sicher. Der bisher stets als landesweiter Spitzenkandidat gehandelte Umweltminister Andrä Rupprechter rittert als Spitzenkandidat im Unterland (Kitzbühel und Kufstein) um den Einzug in den Nationalrat – ein Mandat dürfte ihm damit ebenfalls sicher sein. Die Regionalwahllisten werden am 16. August gewählt.

“Das ist eine tolle Entscheidung. Kira Grünberg ist eine junge, starke, engagierte Frau”, sagte Rupprechter im APA-Gespräch. Er habe “gemeinsam mit Kurz und Platter vereinbart”, dass man auf der Landesliste “neue Wege” gehe. Er sei schließlich auch der “Minister der Regionen”, daher stelle er sich gerne der Herausforderung, im Unterland als Spitzenkandidat ins Rennen zu gehen. Er werde “sehr gerne” den Wahlkampf in Tirol “koordinieren” und als “Sprachrohr” fungieren – und zudem mit Grünberg landesweit unterwegs sein.

Und Rupprechter machte auch klar, dass er – im Falle einer ÖVP-Regierungsbeteiligung – Interesse daran habe, seine Arbeit als Minister fortzusetzen. “Ich kann viel Erfahrung einbringen. Die Arbeit macht mir Spaß”, meinte er.

Kurz und Platter streuten dem Umweltminister Rosen. Dieser sei als Regionalwahllisten-Spitzenkandidat ein “Fixstarter im Team” für den Nationalrat, so der ÖVP-Chef. Rupprechter werde im Wahlkampf in Tirol als “Sprachrohr für die gesamten Initiativen” fungieren, verwendete Platter dasselbe Wording wie der – bei der Pressekonferenz nicht anwesende – Minister.

Kurz beteuerte, bei der Landeslistenerstellung in Tirol “nicht durchgegriffen” zu haben. Grünberg als Spitzenkandidatin aufzustellen, sei eine gemeinsame Idee von ihm und Platter gewesen. Der Landeshauptmann meinte, dass Rupprechter als Spitzenkandidat ein gestreutes “Gerücht” gewesen sei.

Grünberg selbst betonte, es sei eine “Ehre”, in Tirol als ÖVP-Spitzenkandidatin zu fungieren. Ihr Leben sei mit der Kandidatur für den Nationalrat “auf den Kopf gestellt” worden. Sie kündigte erneut an, sich vor allem für Menschen mit Behinderung engagieren zu wollen.

Noch unsicher ist der mögliche Wiedereinzug von Seilbahn-Chef und Tiroler Wirtschaftsbund-Obmann Franz Hörl in das Parlament, in dem er bereits zwischen 2006 und 2013 tätig war. Der wortgewaltige Zillertaler ist auf Platz zwei der Landesliste gereiht. Hörl ist – zumindest wenn er den Einzug über die Landesliste sicherstellen will – auf einen ordentlichen ÖVP-Zuwachs in Tirol angewiesen. Bei der letzten Nationalratswahl kam über die Landesliste nur ein Schwarzer in den Nationalrat.

Auf Platz drei kandidiert indes die Landtagsabgeordnete Bettina Ellinger, auf Platz vier der 31-jährige Bürgermeister von Gaimberg in Osttirol, Bernhard Webhofer. Auf Platz fünf rangiert die 30-jährige Vizepräsidentin der Tiroler Wirtschaftskammer Barbara Thaler, Listenplatz sechs nimmt der Obmann der JVP-Tirol, der 29-jährige Dominik Schrott, ein.

Von: apa

Kommentare

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2 Kommentare auf "Ex-Stabhochspringerin Kira Grünberg kandidiert für ÖVP"


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rosarote brille
rosarote brille
Grünschnabel
19 Tage 5 h

Bravo die Österreicher! De trauen dr jugend no eppes zua 😊👍🏻 nit wia in italien wo de mit 85 johr kandidieren!!!

witschi
witschi
Universalgelehrter
18 Tage 16 h

gut für die övp. kurz und kira, das ergibt einen sicheren sieg

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