Bannon und seine Mitarbeiter schießen scharf auf die EU

Ex-Trump-Berater Bannon nimmt “schädliche EU” ins Visier

Montag, 23. Juli 2018 | 22:58 Uhr

Der ehemaliger Berater von US-Präsident Donald Trump, Steve Bannon, will die Europäische Union mit seiner neuen Organisation “Movement” (Bewegung) unterminieren. Die Gruppe sei bereits aktiv und stelle Leute ein, sagten Bannon und sein Mitarbeiter Raheem Kassam am Montag der Nachrichtenagentur Reuters.

Entstehen soll eine Plattform für “die populistische und nationalistische Bewegung in Europa”, die sich auf Themen wie Grenzschutz und Jobs konzentriere, ergänzte Kassam. Ganz bewusst sei die Wahl des Standorts gefallen. “Wir haben uns für Brüssel entschieden, da es das Herz der Europäischen Union ist – der schädlichsten Kraft gegen nationalstaatliche Demokratien im Westen derzeit.” “Movement” sei als Stiftung organisiert und verfüge über ein “signifikantes Budget”.

Kassam ist in Großbritannien vor allem als einer der wichtigsten früheren Mitarbeiter des Anti-EU-Aktivisten Nigel Farage bekannt. US-Präsident Trump ernannte Bannon im Wahlkampf 2016 zu seinem Chefstrategen und nach dem Einzug ins Weiße Haus zum Chefberater. Später schied Bannon im Streit aus.

Der Amerikaner traf vorige Woche während eines London-Besuchs mit Farage und Louis Aliot, einem Vertrauten der französischen rechtspopulistischen Politikerin Marine Le Pen, zusammen. Der Vorstoß auf die europäische Bühne sei zeitlich so geplant, dass Bannon rechten Parteien bei der nächsten Wahl zum EU-Parlament unter die Arme greifen könne, sagt Kassam. Die Wahl findet im Frühsommer 2019 statt.

FPÖ-Generalsekretär und Delegationsleiter im Europaparlament, Harald Vilimsky, äußerte sich am Montag zurückhaltend zu den Plänen von Bannon: “Was auch immer Steve Bannon, den ich persönlich gar nicht kenne, für konkrete Pläne hat, bleibt abzuwarten bzw. ist mir nicht bekannt. Insofern stellt sich aktuell nicht die Frage, woran wir uns beteiligen könnten”, erklärte Vilimsky am Montag auf Anfrage der APA. “Punktuelle Kooperationen” könne er sich zwar vorstellen, allerdings müsse dafür “Konkretes von Bannon” vorliegen. “Zur Zeit ist dies nicht der Fall bzw. mir nicht bekannt.”

Von: APA/Ag.

Kommentare

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19 Kommentare auf "Ex-Trump-Berater Bannon nimmt “schädliche EU” ins Visier"


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speckbrot
speckbrot
Superredner
22 Tage 22 h

Entweder wird die Bewegung in den Systemmedien totgeschwiegen oder es wird über sie gehetzt wie über Trump.

nightrider
nightrider
Tratscher
22 Tage 14 h

Das ist doch ein bezahlter fake news Verbreiter, der soll dort bleiben wo er herkommt.

gwin
gwin
Tratscher
22 Tage 9 h

wenn man sie nicht totschweigen oder gegen sie hetzen würde, speckbrot, was ist das für bewegung?

felixklaus
felixklaus
Grünschnabel
22 Tage 9 h

Ober du hosch echt a offen gfressen an dein trump und jetzt auch noch an den rechten sack hier auch noch ? Oder was ?

Neumi
Neumi
Universalgelehrter
22 Tage 9 h

Was von beidem ist hier der Fall?

denkbar
denkbar
Kinig
22 Tage 9 h

@speckbrot . Von totschweigen kann nicht die Rede sein, wenn hier und in anderen Medien berichtet wird.

m69
m69
Universalgelehrter
22 Tage 22 h

so einer hat uns gerade noch gefehlt!

gapra
gapra
Superredner
22 Tage 9 h

“Entstehen soll eine Plattform für “die populistische und nationalistische Bewegung in Europa”, die sich auf Themen wie Grenzschutz und Jobs konzentriere” hoffentlich wird bei Bannon und Konsorten  der Grenzschutz sofort greifen und er kann in seinem Land weiterhetzen….

denkbar
denkbar
Kinig
22 Tage 9 h

1935 nach new Age Art

Downhill
Downhill
Grünschnabel
22 Tage 9 h

weg mit den das hat uns gerade noch gefehlt der hat aus der geschiche wiedermal nix gelernt

Orschgeige
Orschgeige
Superredner
22 Tage 7 h

Bannon GO HOME!

Goldstandard
Goldstandard
Grünschnabel
22 Tage 5 h

Das ist das beste das der eu hat passieren können!!
Es werden einige Leute aufwachen wenn sie hören was bei uns wirklich abgeht!!!

gapra
gapra
Superredner
22 Tage 5 h

@Goldstandard Und was geht denn ab??? 

ivo815
ivo815
Kinig
22 Tage 2 h

Genau Goldy, was geht denn so ab?

KASPERLE
KASPERLE
Grünschnabel
22 Tage 8 h

Geh und zerstör die USA, was will der überhaupt hier?

lenzibus
lenzibus
Tratscher
22 Tage 8 h

Dieser Mann soll in Amerika, bleiben wier brauchen Inteligentere Leute!

Aurelius
Aurelius
Superredner
22 Tage 8 h

die Amerikaner ticken anders und Trump passt da gut hinein….

FC.Bayern
FC.Bayern
Tratscher
22 Tage 5 h

Ein sehr sehr schlauer Typ dieser Bannon ,
nicht zu unterschätzen , Politisch kennt er sich aus !! Ein praktischer geldgeber für Neustarter der rechten seite .. mal schauen was er in der EU hin bekommt .

Dagobert
Dagobert
Superredner
22 Tage 3 h

Der will sich wohl beim Trump wieder einschleimen!

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