Überbleibsel vom jüngsten Atomtest in Nordkorea?

Experten entdecken radioaktive Partikel in Südkorea

Freitag, 08. September 2017 | 17:25 Uhr

Die Kommission für nukleare Sicherheit in Südkorea hat geringe Spuren radioaktiven Materials gefunden, die vom jüngsten Atomtest in Nordkorea stammen könnten. Bei der Analyse von Boden-, Luft- und Meeresproben seien radioaktive Isotope des Edelgases Xenon nachgewiesen worden, teilte die Kommission am Freitag mit.

Ob ihr Ursprung allerdings der Atomversuch vom vergangenen Sonntag war, blieb zunächst unklar. Es müssten noch weitere Proben gesammelt und ausgewertet werden. Die entdeckten Spuren von Xenon-133 hätten keine Auswirkung auf die Umwelt und die Bevölkerung.

An radioaktiven Partikeln in der Atmosphäre lässt sich ablesen, ob eine Atombombe explodiert ist. Bei einem solchen Ereignis werden auch radioaktive Xenon-Isotope freigesetzt. Die Analyse der Partikelzusammensetzung nach einem Atomtest ist wichtig, weil Experten dadurch auf die Art des Sprengkörpers schließen können. Nordkorea hatte nach eigenen Angaben am vergangenen Sonntag eine Wasserstoffbombe gezündet. Solche Bomben sind um ein Vielfaches stärker als herkömmliche Atombomben. Der sechste und bisher größte Test des Landes seit 2006 war ein klarer Verstoß gegen Resolutionen des UN-Sicherheitsrates.

Von: APA/dpa

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