Plus 33 Prozent Mandatsentschädigung als Inflationsausgleich

Faistnauer: „Leider kein Aprilscherz“

Dienstag, 12. Juli 2022 | 17:33 Uhr

Bozen – Die Situation um die seit Monaten steigende Inflation wird für immer mehr Bürger und Bürgerinnen kritisch. Während die meisten schauen müssen, wo sie bleiben, sorgt die heute von der Zweiten Gesetzgebungskommission des Regionalrates genehmigte Erhöhung der Bürgermeister-Gehälter für Verärgerung. Der Abgeordnete der Landtagsfraktion Perspektiven Für Südtirol Peter Faistnauer hatte hierzu einen Antrag auf Streichung eingebracht, der jedoch abgelehnt wurde.

„Die heute beschlossene Erhöhung der Bürgermeister-Gehälter um teilweise bis zu 35 Prozent darf zu Recht als unverhältnismäßig anmuten. Als Begründung dafür wurde die Inflation und gestiegene Energiepreise angeführt. Dabei treffen dieselben gestiegenen Kosten bei Energie und im alltäglichen Leben alle Bürgerinnen und Bürger im Land, doch für Lohnabhängige ist, zumindest momentan, kein Inflationsausgleich vorgesehen“, so der Abgeordnete.

Dennoch habe sich bei der Behandlung des entsprechenden Punktes zum Nachtragshaushalt der Region nur wenig Gegenwehr geäußert. Von Seiten der SVP habe es keinerlei Änderungsvorschläge gegeben.

Der Abgeordnete Peter Faistnauer beantragte die Streichung der vorgeschlagenen Erhöhungen. Diese wurde jedoch mehrheitlich abgelehnt.

“Natürlich ist es wichtig, die Bürgermeister von kleineren und mittleren Gemeinden korrekt zu entschädigen. Die Begründung dabei lediglich auf die Erhöhung der Lebenskosten zu reduzieren ist allerdings zu wenig weit gegriffen. Außerdem sollten dann wohl auch Gemeinderäte eine Erhöhung bekommen”, so der Abgeordnete Peter Faistnauer.

Von: mk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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7 Kommentare auf "Faistnauer: „Leider kein Aprilscherz“"


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Privatmeinung
Privatmeinung
Superredner
27 Tage 3 h

Es ist eine Frechheit solche Erhöhungen für Politiker. 
Beim normalen Angestellten spricht man zwischen 5 und 10%. 
Ich hoffe es wird bei den nächsten Wahlen daran gedacht, die gegen solche Entschädigungen sind.
Weiters wäre auch gut, wenn bei einem Wahlprogramm zu sehen wäre, wofür ein Politiker bei Entschädigungen, Gehältern usw. steht.

anonymous
anonymous
Kinig
27 Tage 3 h

35% Erhöhung nicht zu fassen

cilli72
cilli72
Grünschnabel
27 Tage 2 h

Um die Spreu vom Weizen zu trennen sollt jeder gewählte Verantwortungsträger ein Regierungsprogramm abgeben.
Je nach Zielerreichung soll er auch üppig dazu verdienen.
So läufts in der Wirtschaft.
Geschenkt hätt ichs auch gern

Wohlzeit
Wohlzeit
Tratscher
26 Tage 14 h

Ich kann mich daran erinnern, daß Gemeinderäte ein Sitzungsgeld erhalten, aber von einer Amtsentschädigung oder gar Gehalt als Gemeinderat wüsste ich nichts.

pingoballino1955
pingoballino1955
Superredner
26 Tage 14 h

Super Svp,macht euch die Taschen voll und verarscht euer Volk weiter!

faif
faif
Superredner
27 Tage 34 Min

…wo bleibt unsere inflationsanpassung incl.energiespesen ecc. ecc. ???

ich denke ich eröffne ein geschäft, und verkaufe “hirn für politiker” denn anscheinend fehlt diesen politikern ordentlich was im oberen stübchen, wenn in solch schwierigen zeiten eine solche lohnerhöhung durchgezogen wird

Gredner
Gredner
Kinig
26 Tage 12 h

Die Lebenskosten bestehen nicht nur aus Energie allein. Alle anderen Kosten sind nicht um 35% gestiegen. Die Inflation liegt unter 10%, also dürfen auch die Gehälter um nicht mehr als 10% “angepasst” werden.

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