6250 Familien suchten um das neue Landeskindergeld an

Familienbeirat: Familien können um finanzielle Unterstützung ansuchen

Donnerstag, 14. Juli 2022 | 16:54 Uhr

Bozen – Der Familienbeirat des Landes hat sich in seiner jüngsten Sitzung unter anderem mit den Neuerungen im Bereich der finanziellen Unterstützung für Familien befasst. In diesem Zusammenhang berichtete ASWE-Direktor Eugenio Bizzotto, dass seit Anfang Juli bereits 6250 Familien einen Antrag auf das Landeskindergeld eingereicht hätten.

Etwas mehr als die Hälfte davon wurde über ein Patronat eingereicht, die andere Hälfte der Familien reichte den Antrag eigenständig online ein. Dies ist über den persönlichen Bereich myCivis im neuen Bürgernetz Civis möglich. Vor allem jene Familien, die bereits über die Berechnung ihres ISEE-Wertes verfügen, können das Formular online ausfüllen und an die Agentur für Soziale und Wirtschaftliche Entwicklung (ASWE) übermitteln. Sobald der Familie das Landeskindergeld zuerkannt wird, ist sie auch berechtigt den einmaligen Kinder-Bonus (LPA hat berichtet) in der Höhe von 400 Euro pro Kind zu erhalten. Der Bonus wird dann automatisch mit einer der folgenden Monatsraten des Landeskindergeldes ausbezahlt, es braucht kein weiteres Ansuchen eingereicht werden.

Beiratsvorsitzende, Familienlandesrätin Waltraud Deeg, erinnerte in der Sitzung zudem daran, dass Familien auch um das staatliche Familiengeld (Assegno Unico) ansuchen können. Auch dieses kann selbst online oder über ein Patronat beim Nationalen Institut für Soziale Fürsorge (NISF/INPS) beantragt werden. “Bisher haben beinahe 52.500 Südtiroler Familien bei der INPS um den ‘Assegno Unico’ angesucht, rund 42 Millionen Euro wurden dafür ausbezahlt”, berichtete die Landesrätin. Man sei im ständigen Austausch mit den zuständigen Stellen beim Fürsorgeinstitut und wolle unter anderem Verbesserungen für Familien mit Kindern für Behinderungen erwirken. Gespräche dazu gebe es, unter anderem mit Vizepräsidentin Luisa Gnecchi und INPS-Präsident Pasquale Tridico, der erst vor Kurzem in Bozen zu Besuch war. Auch in Südtirol hätten zahlreiche Familien (noch) nicht um die staatliche Unterstützungsleistungen angesucht. Der “Assegno Unico” steht de facto allen Familien mit Kindern bis zum 21. Lebensjahr zu. Wenn das Familieneinkommen über dem Schwellenwert von 40.000 Euro ISEE-Wert liege, könne man auch ohne ISEE-Erklärung um den Beitrag ansuchen, hob Deeg bei der Sitzung hervor. Auch die Mitglieder des Familienbeirates rufen dazu auf, um die finanziellen Unterstützungsleistungen des Landes und des Staates anzusuchen, damit die bereitgestellten Geldmittel den Familien zugutekommen.

Von: mk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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10 Kommentare auf "Familienbeirat: Familien können um finanzielle Unterstützung ansuchen"


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spotz
spotz
Tratscher
1 Monat 3 Tage

ein trauerspiel..
das ganze jahr ansuchen, betteln, betteln , erbärmlich diese politik

N. G.
N. G.
Kinig
1 Monat 3 Tage

Dann lassen wir das Gesuch stellen weg und Unmengen an Leuten kassieren ab obwohl sie keinen Anspruch hätten.
Wie stellst du es dir denn sonst vor?

Bluemchen
Bluemchen
Superredner
1 Monat 3 Tage

@spotz
Brauchst du ja nicht, wer nicht will kann es ja lassen.

sakrihittn
sakrihittn
Universalgelehrter
1 Monat 3 Tage

richtig, wissen eh schon über alles Bescheid. Wieso man überhaupt noch alles offenlegen muss ist mir ein Rätsel. Apropos, mit dem assegno unico ist auch der Steuerfreibetrag verschwunden. Mal schauen wie viele sich die Endrechnung machen und wissen wie viel sie unterm strich bekommen. Reine Augenauswischerei!

N. G.
N. G.
Kinig
1 Monat 3 Tage

@sakrihittn Der Steuerfreibetrag ist nicht verschwunden, er fließt in das neue System ein.
Wer dir ISEE nicht machen will hat entweder grnug Geld oder etwas zu verheimlichen. 50€ bekommen die ja auch noch.
Ich, beispielsweise, bekomme insgesamt jetzt mehr, was ich bei unserer Situation NIE gedacht hätte.

Lara
Lara
Grünschnabel
1 Monat 3 Tage

@N. G.
irgendwo hat er aber Recht. Wenn die Leute genug verdienen würden, dann hätte dieses dauernde Ansuchen und Gebettele ein Ende…

sabse
sabse
Grünschnabel
1 Monat 3 Tage

nichts gegen familien..ober viele leit ohne kinder brauchetn a dringend an bonus…

Lara
Lara
Grünschnabel
1 Monat 3 Tage

Das was hier beschrieben wird, ist das Familiengeld. Das sind keine außerordentlichen Beiträge

ieztuets
ieztuets
Tratscher
1 Monat 3 Tage

Des ewige Geldgebettle isch echt zum kotzn; 1. warn amoll die Steuern auf die Löhne OLLER zu reduziern und die Familien warn lieber in viele Sochn indirekt zu unterstützn (KITA, Kindergortn, Schulmaterial, Freizeiteinrichtungen u.v.m.) unentgeltlich zur Verfügung zu stelln, noar kimmps wirklich in die Kinder zugute… wer woaß zu wos suscht des Geld verwendet weard, do konn a z.B. der Voter sich in Gosthaus voll-lafn lossn odr die Mutter zun Friseur und Beautysalon gien (letzteres lei wegn der Gleichbehondlung)!

sabse
sabse
Grünschnabel
1 Monat 3 Tage

stimm i dir vollkommen zua leider wert des geld nit ollm für die kinder ausgeben

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