Grund sind gesundheitliche Probleme von Kandidat Timochenko

FARC-Partei zieht sich aus Wahl in Kolumbien zurück

Donnerstag, 08. März 2018 | 15:39 Uhr

In Kolumbien hat sich die zur Partei umgewandelte FARC-Guerilla wegen der Erkrankung ihres Kandidaten aus dem Präsidentschaftswahlkampf zurückgezogen. Rodrigo Londono alias Timochenko (59) habe sich am Mittwoch einem Eingriff am Herzen unterziehen müssen, begründete der ehemalige Guerilla-Kommandant Ivan Marquez am Donnerstag den Verzicht seiner Formation.

Die Präsidentschaftswahlen sind für Ende Mai vorgesehen. Für kommenden Sonntag sind Parlamentswahlen angesetzt.

Im Februar hatte die FARC über fehlende Sicherheitsmaßnahmen im Wahlkampf geklagt. Londono sei mehrmals angegriffen worden und habe Wahlkampfauftritte absagen müssen, hieß es aus der Partei.

Das Friedensabkommen von 2016 hatte dem mehr als 50-jährigen Gewaltkonflikt in Kolumbien zwischen der Regierung, rechten Paramilitärs und der Guerillaorganisation “Revolutionäre Streitkräfte Kolumbiens” (FARC) ein Ende gesetzt. Heute nennt sich die Partei “Alternative revolutionäre Kraft des Volkes” (Fuerza Alternativa Revolucionaria del Comun) mit derselben Abkürzung FARC.

Von: APA/Ag.