Felipe strebt mit den Grünen eine ökologische, soziale Gesellschaft an

Felipe in Wien: Umwelt im Fokus, von SPÖ enttäuscht

Freitag, 16. Juni 2017 | 15:39 Uhr

Die designierte Grüne Bundessprecherin Ingrid Felipe hat sich am Freitag erstmals in Wien den Medien präsentiert. Dabei pochte sie auf eine ökologische und gleichzeitig soziale Gesellschaft als zentrales Ziel ihrer Partei. Enttäuscht zeigte sie sich von der SPÖ und über das Taktieren von Kanzler Christian Kern in Richtung FPÖ.

Eine “solidarische Gesellschaft in einer intakten Umwelt” stehe im Zentrum Grüner Politik. “Was nicht ökologisch ist, ist nicht solidarisch”, sagte Felipe, “und was nicht solidarisch ist, ist nicht ökologisch. So einfach und sozial ist dieses Thema.”

Man könne US-Präsident Donald Trump fast dankbar sein, durch seine große Ignoranz das Umweltthema so sehr in den Mittelpunkt gerückt zu haben. Leider gebe es auch in Österreich viele “Trumpels”, es gebe viele Lippenbekenntnisse und wenig Tatkraft. Bis heute fehle die Umsetzung des Pariser Klimaabkommens im nationalen Recht, wiederholte sie bekannte grüne Forderungen.

Klubchef Albert Steinhauser und Umweltsprecherin Christiane Brunner pflichteten ihr bei. Erneut beharrten sie darauf, die gegenseitige Blockade und den “Stellungskrieg” von SPÖ und ÖVP beim Ökostromgesetz zu überwinden, von der Staatszielbestimmung “Standortsicherung” abzugehen und die Umweltanwälte bei der Gewerbeordnungsnovelle nicht zu entmachten.

Abseits der Umwelt stand dann die Haltung zum Kriterienkatalog der SPÖ im Mittelpunkt. Felipe zeigte sich “einigermaßen enttäuscht” von der Entscheidung, sich von Rechtspopulisten wie der FPÖ nicht mehr abzugrenzen. “Mit Rechtsstaatlichkeit taktiert man nicht”, richtete sie SPÖ-Chef Christian Kern aus. Bisherige SPÖ-Wähler, die ähnlich denken, seien “herzlich eingeladen, ihre Stimme bei der Nationalratswahl den Grünen zu geben”.

Steinhauser wertete den Kriterienkatalog als Versuch der Profilschärfung der SPÖ, mit Anliegen, die weder mit der ÖVP noch mit der FPÖ umsetzbar seien. Die Sozialdemokraten seien also zu Abstrichen gezwungen, und die Botschaft sei: “Rot-Blau ist im Spiel.”

Dass die Grünen im Dreikampf zwischen Kern, Strache und ÖVP-Chef Sebastian Kurz untergehen könnten, glaubt Felipe nicht. Die Grünen würden in aller Klarheit kommunizieren, dass es ihnen um intakte Umwelt, Solidarität, Menschlichkeit und das Miteinander gehe. Das sei ein klarer Gegenentwurf zu jenen Parteien, wo es heiße: “Ich, ich und nochmals ich!”

Von: apa

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1 Kommentar auf "Felipe in Wien: Umwelt im Fokus, von SPÖ enttäuscht"


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zombie1969
zombie1969
Superredner
6 Tage 22 h

Der Niedergang der Grünen begang, als sie sich von der Liberalisierungs- zur Verbotspartei entwickelten.
Früher standen die Grünen neben Umweltschutz und Atomausstieg vor allem für mehr individuelle Freiheit, mehr Bürgerrechte und mehr Selbstbestimmung des Einzelnen.
Heute verbindet man mit den Grünen Veggie-Day, ausufernde PC-Kultur, Dieselverbot, mehr und mehr unnötige Gesetze und steigende Energiepreise.
“Refugees welcome” und Kiffen sind nicht mehr als Feigenblätter einer Partei, die nur noch unsympathisch rüberkommt.

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