Heimatbund hat Plakate anbringen lassen

“Feuernacht”: Geschichte von 1961 verblasst in Südtirol bei Jüngeren

Freitag, 11. Juni 2021 | 05:05 Uhr

Dass sich die Anschläge in der “Feuernacht” von 1961, eine der wesentlichen Etappen im Südtiroler Freiheitskampf, heuer zum 60. Mal jährt, geht vor allem an der jüngeren Bevölkerung im Land weitgehend unbemerkt vorbei. Größere Gedenkveranstaltungen sind zudem keine geplant – wobei dies nicht nur an Corona liegt.

Die Südtiroler Jugendlichen wissen teilweise mit dem Begriff “Feuernacht” gar nichts mehr anzufangen. An vielen Schulen in der autonomen Provinz wird auf die jüngere Geschichte des Landes im Unterricht nicht mehr eingegangen. Dies liegt meist daran, dass die Lehrer aus zeitlichen Gründen das Programm nicht zu Ende bringen und nur bis zum Zweiten Weltkrieg kommen.

An anderer Stelle vergegenwärtigt man sich der Ereignisse des 12. Juni 1961 hingegen sehr wohl: Der Südtiroler Heimatbund, ein Verein, der sich um das Schicksal der damaligen Freiheitskämpfer, deren Begnadigung und die Aufarbeitung der Südtiroler Geschichte jener Zeit bemüht, hat an einigen Bushaltestellen Plakate anbringen lassen, um auf dieses Ereignis hinzuweisen. “Beherzte Frauen und Männer” hätten in der Herz-Jesu-Nacht, auf die auch nach dem Faschismus weiter fortgeführte “nationalistische Politik Italiens im südlichen Tirol” aufmerksam machen wollen, erklärten die Verantwortlichen des Schützenbundes in einer Aussendung. Auch medial finden die damaligen Ereignisse durchaus Niederschlag.

Von: apa

Bezirk: Bozen