"Studenten und ihre Familien vor Teuerung schützen"

FH: “Studienbeihilfen an gestiegene Lebenshaltungskosten anpassen”   

Dienstag, 28. Juni 2022 | 12:55 Uhr

Bozen – “Bildung muss leistbar bleiben”: Die Freiheitlichen fordern bei der dieswöchigen Landtagssitzung mit einem Beschlussantrag die Anpassung der Studienbeihilfen an die stark gestiegenen Lebenshaltungskosten.

„Obwohl die tatsächlichen Kosten für ein Studium in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen sind, blieben die Beträge der vom Land ausbezahlten Studienbeihilfen seit über zehn Jahren unverändert. Spätestens seit Beginn der massiven Teuerungswelle im vergangenen Herbst und der Preisexplosion in fast allen Lebensbereichen geraten Südtirols Studenten und ihre Familien ernsthaft unter Druck, die immer höheren Kosten im Studienalltag zu stemmen“, so die Freiheitlichen in einer Aussendung.

„Wohnungsmiete, Studiengebühren, Energiekosten und Lebensmittel: Die stark gestiegenen Fixkosten fressen die Beihilfen immer schneller auf und zusehends mehr Studenten geraten in die Situation, trotz Nebenjobs und finanzieller Unterstützung ihrer Familien nur schwer über die Runden zu kommen. Geldsorgen führen nicht selten dazu, dass Studenten in ihrer Ausbildung nachhaltig eingeschränkt sind oder sich sogar gegen den von ihnen gewünschten Bildungsweg entscheiden müssen“, so die Freiheitlichen.

„Mit unserem diese Woche zur Abstimmung kommenden Beschlussantrag fordern wir die Landesregierung dazu auf, bis zu Beginn des kommenden Studienjahres das Ausmaß der ordentlichen Studienbeihilfen an die stark gestiegenen Lebenshaltungskosten anzupassen. Diese Erhöhung darf keinesfalls nur einem kleinen Teil zugutekommen, sondern muss dringend auch den breiten Mittelstand entlasten, weshalb die Zugangskriterien entsprechend angepasst werden müssen“, so die Freiheitlichen.

„Die Landesregierung hat die dringende Pflicht zu verhindern, dass jungen Südtirolern aus Kostengründen der von ihnen angestrebte Ausbildungsweg verwehrt bleibt und dass höhere Bildung zu einem Privileg von Kindern aus wohlhabenderen Familien wird. Wer bei der Bildung spart, spart eindeutig am falschen Ort“, so die Freiheitlichen.

Von: luk

Bezirk: Bozen

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1 Kommentar auf "FH: “Studienbeihilfen an gestiegene Lebenshaltungskosten anpassen”   "


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Rosenrot
Rosenrot
Superredner
1 Monat 10 Tage

Grundsätzlich ist es tatsächlich so, dass die Studienbeihilfe seit vielen Jahren gleich geblieben ist. Was sich allerdings verändert hat, ist die Arbeitslust vieler Studenten. Während früher viele über die Sommermonate in Vollzeit gearbeitet haben, gibt es immer mehr, die nur 2 – 3 Stunden am Tag arbeiten wollen…um den Sommer genießen zu können. Ich finde, es ist nicht zu viel verlangt, wenn Studenten durch Arbeit ihren Beitrag dazu leisten, ihr Studium mitfinanzieren zu müssen. 

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