Team K sieht dringenden Handlungsbedarf

Finanzielle Zuwendungen für Ukraine-Flüchtlinge seien noch nicht ausbezahlt

Sonntag, 22. Mai 2022 | 16:27 Uhr

Bozen – Seit beinahe drei Monaten herrscht Krieg in der Ukraine. Millionen Menschen sind auf der Flucht. Auch das Land Südtirol bietet ukrainischen Flüchtlingen Unterkunft und Zuflucht. Viele Flüchtlinge würden aber seit Wochen auf die vonseiten des Staates versprochene finanziellen Hilfeleistungen warten, so Team K. „Es kann nicht sein, dass die in privaten Wohnungen untergebrachten Flüchtlinge seit Wochen auf eine Unterstützung vonseiten der Regierung warten. Ohne die finanzielle Unterstützung von Freunden und Bekannten könnten sich diese Menschen nicht versorgen. Es herrscht dringender Handlungsbedarf“, betont Franz Ploner,  Landtagsabgeordnete des Team K.

Rund 1500 bis 2000 Flüchtlinge seien derzeit in Südtirol untergebracht und warten auf die vom Staat zugesagte finanzielle Unterstützung. 300 Euro für alle volljährigen Flüchtlinge und 150 Euro für Minderjährige seien als Beitrag vorgesehen. Es brauche lediglich eine italienische Steuernummer, um für den Beitrag ansuchen zu können. Bereits nach wenigen Tagen soll das Geld in jedem Postamt gegen Vorzeigen einer per SMS oder E-Mail erhaltenen Bestätigung bar abgeholt werden können. „Sowohl die Landesrätin Deeg, als auch der Ressortdirektor Critelli haben stets betont, dass sie sich für eine schnelle und unbürokratische Hilfe einsetzen werden. Ich frage mich, wie ist es möglich, dass  fast drei Wochen nach Freischaltung des Onlineportals immer noch kein Geld bei den hilfsbedürftigen Flüchtlingen angekommen ist. Ich erwarte mir, dass das Land als Koordinationsstelle endlich handelt“, sagt Franz Ploner.

Einige Gemeinden, Organisationen und Privatpersonen hätten laut der Partei aus diesem Grund Spendenaktionen gestartet, um eine erste kleine finanzielle Unterstützungen leisten zu können. „Ohne die zusätzliche Hilfeleistung von Verwandten und Bekannten könnten viele Kriegsflüchtlinge sich kaum versorgen. Solche Zustände sind bedauernswert, weil diese Personen schon mehr als zweieinhalb Monate bei uns sind. Die Landesregierung ist hier in der Pflicht,  dass die finanziellen Zuwendungen endlich unbürokratisch, wie von der staatlichen Plattform vorgesehen, ausbezahlt werden“, erklärt Franz Ploner abschließend.

Von: sis

Bezirk: Bozen

Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar

1 Kommentar auf "Finanzielle Zuwendungen für Ukraine-Flüchtlinge seien noch nicht ausbezahlt"


Sortiert nach:   neuste | älteste | Relevanz
Trina1
Trina1
Kinig
1 Monat 4 Tage

Wertes Team K die für unsere Senioren auch nicht, da kommt einfach niemand und das wars! Setzen sie sich bitte für beide Gruppen ein!

wpDiscuz