Ukraine-Flüchtlinge sollen mehr arbeiten dürfen

Flüchtlinge können wohl mehr dazu verdienen

Dienstag, 29. März 2022 | 12:18 Uhr

Die Landesflüchtlingsreferenten treffen am Mittwoch zu einer außerordentlichen Tagung mit Innenminister Gerhard Karner (ÖVP) zusammen. Anlass ist der russische Angriff in der Ukraine, der eine Flüchtlingswelle auch in Richtung Österreich ausgelöst hat. Neben dem Problem der Schaffung ausreichender Quartiere wird unter anderem eine deutliche Anhebung der Zuverdienstgrenze in der Grundversorgung Thema sein.

Was die Quartiere angeht, besteht weiter Bedarf. Denn man geht nicht davon aus, dass die Ankünfte von Vertriebenen in nächster Zeit aufhören. Im äußersten Fall werden bis zu 200.000 Flüchtlinge aus der Ukraine erwartet.

Die Frage ist, ob hier finanzielle Anreize gesetzt werden können. Denn um Raum zu schaffen, braucht es neben Freiwilligen, die ihre Quartiere kostenlos abgeben, auch Vermieter, die eine entsprechende Abdeckung der Kosten erwarten. Der Tagsatz war zuletzt von 21 auf 25 Euro angehoben worden. Doch einzelne Länder könnten sich angesichts der Krise noch mehr vorstellen, vor allem für Jugendliche, die entsprechende zusätzliche Betreuung benötigen.

Weiters ist zu klären, wer für die Kosten von Flüchtlingen aufkommt, die Pflege-Betreuung brauchen. In den Ländern vertritt man ferner die Auffassung, dass die Erst-Betreuung bzw. Erstankunftszentren vom Bund finanziell zu tragen ist. Innenminister Gerhard Karner (ÖVP) zeigte sich zuletzt zuversichtlich, eine gute Lösung zu finden.

Ebenfalls noch zu klären ist etwa, wie nun der Zuverdienst zur Grundversorgung, in der die meisten Ukrainer unterkommen, geregelt wird. Derzeit können Personen, die von der Grundversorgung profitieren wollen, nur 110 Euro zusätzlich mit Arbeit verdienen. Hier hat die Regierung schon angedeutet, dass eine Ausweitung möglich sein sollte. Aus Verhandlerkreisen war am Dienstag zu erfahren, dass der Betrag in Richtung der Geringfügigkeitsgrenze von 485 Euro angehoben werden könnte.

Für dieses erste Treffen der Flüchtlingsreferenten seit Ausbruch des Krieges sind ab Mittag rund vier Stunden für Gespräche vorgesehen.

Von: apa

Kommentare

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5 Kommentare auf "Flüchtlinge können wohl mehr dazu verdienen"


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Trina1
Trina1
Kinig
1 Monat 21 Tage

Ein heisses Thema Pflegebetreung, wenn für unsere Senioren in den Strukturen kein Platz zu bekommen ist!

Faktenchecker
1 Monat 21 Tage

Soll das eine ukrainische Ingenieurin machen?

traktor
traktor
Universalgelehrter
1 Monat 21 Tage

natürlich ist zu helfen, und sie sollen arbeiten dürfen….
aber die rechnung soll richtung russland geschickt werden…
wie wäre es mit kein geld für gas…

Rosenrot
Rosenrot
Superredner
1 Monat 21 Tage

Warum dürfen (müssen) eigentlich nicht alle Flüchtlinge arbeiten? Es ist ja so, dass der Steuerzahler für deren Anwesenheit aufkommen muss. Somit würde auch das Herumlungern in den Parkanlagen aufhören. Irgendwie verständlich, der Tag muss ja irgendwie vorüber gehen.

Hustinettenbaer
1 Monat 21 Tage

@Rosenrot, das Arbeitsverbot ist mir auch ein Rätsel.

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