"Lage an der Grenze ist unter Kontrolle"

Kompatscher: “Problem ist Mittelmeer und nicht der Brenner”

Dienstag, 18. Juli 2017 | 17:40 Uhr

Bozen/Brenner – Laut dem Südtiroler Landeshauptmann ist das Problem nicht die Brennergrenze, sondern das Mittelmeer. “Niemand kann behaupten, dass das aktuelle System funktioniert, solange es tausende Tote im Mittelmeer gibt”, so Kompatscher laut italienischen Medien am Dienstag.

“Wie (Innenminister Wolfgang) Sobotka gestern am Brenner bestätigt hat, ist die Lage an der Grenze unter Kontrolle. Die Zusammenarbeit zwischen österreichischen und italienischen Behörden funktioniert”, sagte Kompatscher.

Man könne jedoch nicht leugnen, dass die Flüchtlingsproblematik sowohl die österreichische als auch die italienische Öffentlichkeit beschäftige. “Es ist eines der zentralen Themen des österreichischen Wahlkampfes”, so Kompatscher, der am Mittwoch den italienischen Außenminister Angelino Alfano in Bozen trifft.

“Mit Alfano werden wir über Maßnahmen zur Förderung des Exports und über Unterstützung von Unternehmen sprechen, die im Ausland investieren wollen. Natürlich werden wir mit Alfano auch über Flüchtlingsströme diskutieren”, sagte der Südtiroler Landeshauptmann.

Von: apa

Bezirk: Bozen, Wipptal