Franziskus sprach erneut vor menschenleeren Rängen

Franziskus sprach den Menschen bei der Ostermesse Mut zu

Sonntag, 04. April 2021 | 13:27 Uhr

Zum zweiten Mal in Folge hat der Papst in einem fast menschenleeren Petersdom am Ostersonntag die Ostermesse gefeiert und den Segen Urbi et Orbi (der Stadt und dem Erdkreis) erteilt. Gläubige weltweit verfolgten den Gottesdienst über TV-Sender, Radiostationen und Livestreams. Der Papst unterstrich, dass die Pandemie immer noch in vollem Gange sei und machte den betroffenen Personen Mut. Zugleich bat er angesichts vieler globaler Krisenherde um Frieden.

“Die Krise ist sehr schwer, besonders für die Ärmsten. Trotzdem nehmen die Konflikte kein Ende”, so der Papst. Er sprach seine Anteilnahme all jenen aus, die unter der Pandemie leiden, den Kranken und denjenigen, die einen geliebten Menschen verloren haben. Impfstoffe seien ein wesentliches Instrument im Kampf gegen die Pandemie. “Im Sinne eines ‘Internationalismus der Impfstoffe’ fordere ich daher die gesamte internationale Gemeinschaft auf, in gemeinsamer Anstrengung die Verzögerungen bei der Impfstoffversorgung zu überwinden und eine solidarische Verteilung, speziell mit den ärmsten Ländern, zu fördern”, sagte der Papst.

Franziskus sprach all jenen, die wegen der Pandemie ihre Arbeit verloren haben, Mut zu. “Der Herr lenke das Handeln der Behörden, damit allen, besonders den bedürftigsten Familien, die notwendigen Hilfen für einen angemessenen Lebensunterhalt angeboten werden. Die Pandemie führte leider zu einem dramatischen Anstieg der Zahl der Armen und zur weiteren Verzweiflung Tausender Menschen auf der Welt “, so der Papst.

Er richtete an die Gläubigen einen Appell für den Frieden. Der Papst würdigte insbesondere die Menschen in Myanmar, “die sich für die Demokratie starkmachen und sich friedlich Gehör verschaffen, da sie wissen, dass Hass nur durch Liebe vertrieben werden kann”. Der Papst sprach auch das Thema Migration an und plädierte für Frieden in Syrien, im Jemen und in Libyen.

Franziskus sprach zudem von seiner Irak-Reise vom 5. bis zum 8. März. Er bete darum, dass der Irak den eingeschlagenen Weg des Friedens fortsetzen könne. Der Papst rief die Regierenden in aller Welt dazu auf, den neuen Rüstungswettlauf einzudämmen. Er drückte den vielen Christen seine Nähe aus, die das Osterfest unter großen Einschränkungen feiern, mitunter sogar ohne die Möglichkeit, an den liturgischen Feiern teilzunehmen.

Für gläubige Christen ist Ostern das wichtigste Fest im Kirchenjahr. Am Gründonnerstag hatte Franziskus gemeinsam mit rund 200 Gläubigen im Petersdom die Chrisammesse gefeiert. Wichtigster Programmpunkt am Karfreitag war der Kreuzweg auf dem Platz vor dem Petersdom. In der Osternacht am Karsamstag rief der Pontifex die Gläubigen auf, in der langwierigen Coronakrise die Hoffnung nicht zu verlieren. “In diesen dunklen Monaten der Pandemie hören wir den auferstandenen Herren, der uns einlädt, neu anzufangen und niemals die Hoffnung zu verlieren”, sagte das 84 Jahre alte Oberhaupt der katholischen Kirche im Petersdom.

Von: apa

Kommentare

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12 Kommentare auf "Franziskus sprach den Menschen bei der Ostermesse Mut zu"


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Evi
Evi
Universalgelehrter
13 Tage 21 h

🙏🙏

letzwetto
letzwetto
Grünschnabel
13 Tage 17 h

schon interessant unser franz, doch heute in der kirche keine aha regeln, ansonsten alles verboten und in der kirche dicht an dicht, was stimmpt noch mit regeln- verbote- pflichten. verkehrte welt

Bluemchen
Bluemchen
Superredner
13 Tage 12 h

@letzwetto
In der Kirche dicht an dicht. ???????
2 Personen pro Bank und alle mit Maske !!!!!!!!
Was ist daran auszusetzen.????
Besser so wie gestern bei den “Spaziergängen”???

Tata
Tata
Grünschnabel
13 Tage 1 h

@letzwetto dann geh mal zu einer Messe, dann siehst du , wies da läuft….

Gruentee6
Gruentee6
Tratscher
13 Tage 18 h

Afrikas Hauptproblem ist nicht das Virus – sind davon zum Glück nur leicht betroffen. Das Problem in Afrika ist die Wirtschaftskrise, welche durch die harten und teils übertriebenen Lockdowns verschuldet ist. Die Lockdowns sind m. M. das gößere Übel als wie das Virus bzw. richten unterm Strick den größeren Schaden an.

Jiminy
Jiminy
Kinig
13 Tage 12 h

ich staune immer wieder, dass aus Afrika keine grosse Flüchtlingswellen kommen. Seit einem Jahr ist dort der Tourismus komplett zusammengebrochen und somit sind noch mehr Afrikaner ohne Einkommen.

quilombo
quilombo
Tratscher
13 Tage 11 h

noch vor der Ausgangssperre in afrikanischen Staaten ist unsere Wirtschaftspolitik schuld für die oft katastrophalen Situationen.

PeterSchlemihl
PeterSchlemihl
Superredner
13 Tage 11 h

Ich teile vollends diese Meinung. Kein Lockdown müsste sein. Er ist die Antwort der engstirnigen Politiker und noch engstirnigeren Virologen auf das Virus.

Piefke-NRW
Piefke-NRW
Superredner
13 Tage 13 h

Die reiche katholische Kirche könnte doch von ihrem unermesslichen Reichtum etwas den wahren Bedürftigen abgeben!

wouxune
wouxune
Universalgelehrter
13 Tage 11 h

Weiter,weiter ins Verderben mir müssen leben bis wir sterben…Amen🙏🏻

Tata
Tata
Grünschnabel
13 Tage 1 h

…wir müssen leben, bis wir sterben! Was für eine Erkenntnis🤦🏻‍♀️

bubbles
bubbles
Universalgelehrter
13 Tage 12 h

Und gleichzeitig das Grundeinkommen begrüssen.

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