Bogner-Strauß lobt Frauenquote in Aufsichtsräten

Frauentag auch Randthema im Ministerrat

Mittwoch, 07. März 2018 | 13:10 Uhr

Der morgige Frauentag war am Mittwoch auch Thema am Rande des Ministerrats. Frauenministerin Juliane Bogner-Strauß (ÖVP) versprach weitere Anstrengungen zur Eindämmung des Gender-Pay-Gaps und kündigte – freilich noch unkonkret – einen Ausbau der Kinderbetreuungsplätze an. SPÖ-Chef Christian Kern hat unterdessen seine Unterstützungserklärung für das Frauen-Volksbegehren abgegeben.

Dass er als Mann das Anliegen unterstützt, sei eine “Frage der Gerechtigkeit” und sei ihm besonders als Vater einer Tochter auch ein persönliches Anliegen, erklärte Kern vorm Bezirksamt im Alten Rathaus in der Wiener Innenstadt. Der Kampf um Gleichberechtigung der Frauen sei noch nicht vorüber, “es gibt noch sehr viel zu tun”, betonte Kern, der von der roten Frauensprecherin Gabriele Heinisch-Hosek und Bundesgeschäftsführerin Andrea Brunner samt einem Tross Unterstützer begleitet wurde.

Dass die Ministerinnen der ÖVP-FPÖ-Regierung das Volksbegehren nicht unterschreiben wollen, verstehe er nicht, so Kern. “Aber es wundert mich auch nicht”, verwies er darauf, dass die aktuelle Regierung ein “sehr, sehr konservatives Frauenbild” habe und ein Gesellschaftsbild vertrete, das Frauen zurück am Herd haben wolle.

Fast zeitgleich lobte Bogner-Strauß beim Ministerrat, dass man bei den Aufsichtsräten in staatsnahen Betrieben mittlerweile eine Frauenquote von fast 47 Prozent erreicht hat. Grundsätzliche Sympathie äußerte Bogner-Strauß neuerlich für Anliegen des Frauen-Volksbegehrens. Unterschreiben will sie aber nicht, weil sie einige Forderungen wie die 30-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich ablehnt.

Auch Sozialministerin Beate Hartinger-Klein (FPÖ) betonte einmal mehr, dass sie nicht unterschreiben wird. Ihre Botschaften zum Frauentag waren etwa das Screening-Programm in Sachen Osteoporose sowie der Wunsch, das Pensionssplitting bekannter zu machen.

Von: apa