Vorschlag: Wasserstoffproduktion über Fernwärmeanlagen

Freiheitliche: „Mehr Investitionen in Freiheitsenergien“

Mittwoch, 20. Juli 2022 | 10:33 Uhr

Bozen – Die neuen Richtlinien zur Förderung bestehender Fernwärmesysteme, welche die Landesregierung gestern beschlossen hat, sind der Einsicht der vielen Fehler in der Energiepolitik der vergangenen Jahre geschuldet. Das behaupten zumindest die Freiheitlichen in einer Aussendung.

„Im Dezember 2019 hatte dieselbe Landesregierung Maßnahmen für die Gewährung von Beiträgen zur Verbesserung der Energieeffizienz und zur Nutzung erneuerbarer Energien ausgesetzt. Wertvolle Zeit ging verloren, in der bereits Investitionen getätigt hätten werden können. Vielleicht wären heute die Südtiroler etwas weniger durch die hohen Energiepreise belastet, wenn die Landesregierung vor zweieinhalb Jahren nicht die Förderungen zur Nutzung erneuerbarer Energien ausgesetzt hätte“, halten die Freiheitlichen in einer Aussendung einleitend fest.

Eine Reihe von Investitionen, die Südtirol mehr Freiheitsenergien und mehr Unabhängigkeit gebracht hätten, sei so aufgeschoben worden. Fördermittel für die Erweiterung der Erzeugungsanlagen bestehender Fernwärmesysteme seien ausgesetzt worden, die angesichts der drohenden Energieknappheit nun dringend notwendig seien, so die Freiheitlichen.

„Die nun möglich gemachte Förderung bestehender Fernwärmesysteme ist eine späte Einsicht, aber eine Notwendigkeit, um Südtirol ein Stück weit unabhängiger von Energieimporten zu machen“, so Obmann Andreas Leiter Reber.

„Fernwärmeanlagen könnten auch bei der Wasserstoffproduktion eingebunden werden. Die Idee steht im Raum, die Nachverstromung der Biomasse anzudenken und aus dem gewonnen Strom Wasserstoff zu erzeugen. Wasserstoff könnte somit zum Träger einer der wichtigsten Freiheitsenergien werden, der unser Land unabhängiger von Importen machen würde. Die notwendigen Technologien würden bereits bereitstehen“, erklärt Ulli Mair.

„Angesichts der politischen Umbrüche in Europa und im Sinne des Umwelt- und Naturschutzes sind Fördermaßnahmen gerechtfertigt. Es mangelt nicht an Ideen und Ansätzen, aber es braucht mutige Schritte seitens der Politik, um ihre Umsetzung zu ermöglichen“, so die Freiheitlichen abschließend.

Von: mk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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5 Kommentare auf "Freiheitliche: „Mehr Investitionen in Freiheitsenergien“"


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Oracle
Oracle
Universalgelehrter
28 Tage 18 h

Wieder mal nur viel Propaganda, denn solange eine effiziente Speicherung von Wasserstoff nicht möglich ist, bleibt der Vorschlag der Blauen heisse Luft…… und von der haben wir mehr als genug!

ieztuets
ieztuets
Tratscher
28 Tage 18 h

Bitte auch die Förderung für Private sich an Fernwärme anzuschließen einführen, denn das ist ebenfalls eine teure Angelegenheit!!!

falschauer
28 Tage 17 h

ich bin mir sicher dass die freiheitlichen nicht so naiv sind sondern nur so tun….2019 hat wie wir alle wissen die pandemie begonnen in welche, ob richtig oder falsch lasse ich dahingestellt, jede menge geld geflossen ist, welches anderswo dann eben fehlte..nun da wir dieses virus glauben besser kennen bzw hoffen halbwegs im griff zu haben, kommt bereits das nächste problem auf uns zu nämlich die energieknappheit, also wird versucht dieses loch zu stopfen, so einfach ist das! um das zu vestehen muss man keine intelligenzbestie sein liebe freiheitlichen!

bern
bern
Universalgelehrter
28 Tage 16 h

Wasserstoff ist als Energieträger eine Mega-Verschwendung und wird deshalb im Verkehrsbereich nie angewendet werden.
Wo bleibt der Hausverstand liebe F-ler?

Philingus
Philingus
Superredner
28 Tage 15 h

Freiheitliche Freiheitsenergien … klingt interessant …

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