Abkommen war das Ergebnis zäher Verhandlungen

Friedenspakt in Kolumbien wird am 26. September fixiert

Samstag, 03. September 2016 | 06:37 Uhr

Das historische Friedensabkommen zwischen der kolumbianischen Regierung und der FARC-Guerilla soll am 26. September fixiert werden. Die feierliche Unterzeichnung werde in der Stadt Cartagena stattfinden, kündigte Kolumbiens Präsident Juan Manuel Santos an. Nach vierjährigen Verhandlungen hatten Unterhändler in der vergangenen Woche ein Friedensabkommen zur Beendigung des Konflikts vereinbart.

Am Montag war ein endgültiger Waffenstillstand zwischen Regierung und Guerilla in Kraft getreten, damit endete ein 52 Jahre währender Gewaltkonflikt. Nach der Unterzeichnung des Friedensabkommens hat die FARC 180 Tage Zeit, die Waffen niederzulegen und sich in eine politische Partei umzuwandeln. Die UNO will diesen Prozess überwachen.

Die kolumbianische Bevölkerung stimmt am 2. Oktober in einem Referendum über das Abkommen ab. Einer am Freitag veröffentlichten Umfrage zufolge wollen 59,5 Prozent der Kolumbianer dafür stimmen. 33,2 Prozent wollen dagegen votieren. Zählt man nur jene, die an der Volksabstimmung auch tatsächlich teilnehmen wollen, sind sogar 62 Prozent für das Abkommen mit der FARC.

Die FARC wurden 1964 im Kampf gegen Großgrundbesitzer und zur Verteidigung armer Bauern gegründet, die Opfer staatlicher Gewalt wurden. Später mischte die Guerillaorganisation aber immer stärker im Drogengeschäft mit. In dem mehr als 50 Jahre währenden bewaffneten Konflikt zwischen linken Rebellen, Paramilitärs, Drogenmafia und Armee wurden in dem südamerikanischen Land mehr als 260.000 Menschen getötet und etwa 6,9 Millionen weitere vertrieben. 45.000 Menschen gelten als verschwunden oder vermisst.

Von: APA/ag.

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