Anschläge auf Sicherheitskräfte verübt

Fünf Polizisten bei Anschlägen in Pakistan getötet

Dienstag, 24. April 2018 | 17:54 Uhr

Drei Selbstmordattentäter haben im Südwesten Pakistans Anschläge auf Sicherheitskräfte verübt und dabei mindestens fünf Polizisten getötet. Ziele seien ein Polizeiauto sowie ein Kontrollposten in der Stadt Quetta in der Unruheprovinz Baluchistan gewesen, teilte die Armee am Dienstag mit. Zunächst bekannte sich niemand zu den Anschlägen.

Doch in der Provinz an der Grenze zum Iran und zu Afghanistan sind die radikalislamischen Taliban und die sunnitische Terrormiliz Islamischer Staat (IS) aktiv. Beide greifen immer wieder Sicherheitskräfte, aber auch die schiitische Bevölkerung an.

Zwei der Selbstmordattentäter hatten den Angaben zufolge einen paramilitärischen Kontrollposten in Quetta angegriffen, sei seien aber beschossen worden. Ein dritter habe sich nahe dem Polizeiauto in die Luft gesprengt, in dem Beamte saßen. Fünf der Polizisten seien dabei getötet worden.

Die Zahl der Todesopfer könne noch steigen, denn weitere sieben Menschen seien verletzt worden, teilte der Arzt eines Krankenhauses mit. Der Zustand einiger der Verletzten sei kritisch. Auch die Verletzten waren vorwiegend Polizisten. Baluchistan ist die größte, aber auch instabilste Provinz des ganzen Landes.

Von: APA/dpa