Linke Stimmen werfen den Organisationen "Islamophobie" vor

Gedenken an Opfer des Anschlags auf “Charlie Hebdo”

Samstag, 06. Januar 2018 | 19:28 Uhr

Drei Jahre nach dem Anschlag auf die französische Satirezeitung “Charlie Hebdo” mit zwölf Toten haben am Samstag Hunderte Menschen in Paris an die Tat erinnert. In einem Theatersaal der französischen Hauptstadt fand am Nachmittag eine Veranstaltung unter dem Titel “Toujours Charlie” (Immer Charlie) statt.

Unter den Teilnehmern waren der ehemalige Premierminister Manuel Valls, Bürgermeisterin Anne Hidalgo und der Chefredakteur des Satireblatts, Gerard Biard. Zu der Veranstaltung hatten drei laizistische Organisationen eingeladen: Republikanischer Frühling, Liga gegen Rassismus und Antisemitismus (Licra) sowie das Komitee Laizität Republik. Stimmen aus dem linken Lager warfen den Organisationen “Islamophobie” vor.

Zur offiziellen Pariser Gedenkfeier am Sonntagvormittag wird unter anderem Präsident Emmanuel Macron erwartet. Am 7. Jänner 2015 hatten zwei Islamisten die Redaktion der Zeitung überfallen und zwölf Menschen erschossen, darunter einige der bekanntesten Karikaturisten Frankreichs. Die Satirezeitung hatte zuvor immer wieder Drohungen wegen ihrer Karikaturen des Propheten Mohammed erhalten.

Von: APA/ag.