Ziel des Steuer-Unterausschusses (FISC) des EU-Parlaments

Gegen Steuerschlupflöcher für internationale Unternehmen

Freitag, 27. Mai 2022 | 23:47 Uhr

Bozen/Brüssel – Steuerschlupflöcher für multinationale Unternehmen zu stopfen, ist das erklärte Ziel des Steuer-Unterausschusses (FISC) des EU-Parlaments. Als Mitglied des Ausschusses ist der Südtiroler Europaabgeordnete Herbert Dorfmann dieser Tage in Washington, um gemeinsame Strategien zwischen den USA und der EU abzustimmen. „Man darf nicht vergessen, dass uns die – derzeit leider noch legale – Steuervermeidung der Unternehmen rund 190 Milliarden Euro jährlich kostet“, erklärt Dorfmann.

Auch angesichts dieser enormen Summe sei die Entwicklung wirksamer Instrumente gegen die Steuerschlupflöcher – wie der Südtiroler Europaparlamentarier betont – eine Frage der Steuereffizienz, vor allem aber der Gerechtigkeit. „Es kann nicht angehen, dass Millionen Bürgerinnen und Bürger das Gefühl bekommen, dass, während sie brav ihre Steuern bezahlen, Milliarden-Unternehmen sich vor ihrer Verpflichtung drücken können und die Politik dies zulässt“, so Dorfmann.

Als Mitglied des FISC-Unterausschusses des EU-Parlaments diskutiert Herbert Dorfmann derzeit in Washington mit den zuständigen amerikanischen Behörden und Institutionen, aber auch mit renommierten Finanzwissenschaftlern Mittel und Wege, der Steuervermeidung multinationaler Unternehmen einen Riegel vorzuschieben. „Wir haben als Europaparlament bereits mehrfach Vorschläge eingebracht, erfolgreich können wir im Kampf gegen den Abfluss von Steuermitteln aber nur sein, wenn wir international gemeinsam vorgehen“, erklärt der Südtiroler Europaabgeordnete.

Auf dem Programm des FISC-Unterausschusses in Washington stand auch ein Austausch mit Vertretern der Weltbank, des Internationalen Währungsfonds, des US-Finanzministeriums und mit mehreren Senatoren.

 

Von: bba

Bezirk: Bozen

Kommentare

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2 Kommentare auf "Gegen Steuerschlupflöcher für internationale Unternehmen"


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sixtus
sixtus
Tratscher
1 Monat 17 h

oh lieber Herbert frag doch mal warum Sinner nach Monaco gezogen ist. Steuer = 0.

tom
tom
Universalgelehrter
30 Tage 8 h

rechtzeitig abgehauen
als us-bürger hätte ihm das nichts geholfen. als solcher ist er nämlich dem amerikanischen Fiskus gegenüber steuerpflichtig. will er die amerikanische Staatsbürgerschaft abgeben, kostet ihn das 20% Vermögensabgabe. ist eine Überlegung für EU-Bürger wert

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