Übung findet kurz nach Zwischenfall mit britischem Kriegsschiff statt

Gemeinsames Seemanöver von Ukraine und USA im Schwarzen Meer

Montag, 28. Juni 2021 | 14:44 Uhr

In der südukrainischen Hafenstadt Odessa hat ungeachtet der Kritik aus Russland das jährliche Seemanöver “Sea Breeze” (Meeresbrise) begonnen. Das teilte die ukrainische Marine am Montag mit und veröffentlichte ein Video von der Eröffnung des Militärmanövers auf Facebook. In den kommenden zwei Wochen werden im nordwestlichen Schwarzen Meer Soldaten und Matrosen aus der Ukraine, den USA und weiteren knapp 30 Ländern üben.

Bei der Eröffnungszeremonie wertete der ukrainische Marine-Kommandant Alexej Neischpapa die Übungen als “starkes Signal zur Aufrechterhaltung von Stabilität und Frieden in der Region”. Das Manöver “Sea Breeze” hat seit 1997 bereits 21 Mal stattgefunden. Es gilt im Ukraine-Russland-Konflikt als Rückendeckung des Westens für die Regierung in Kiew und wird von Moskau regelmäßig kritisiert. In diesem Jahr wird der Marine-Übung zudem besondere Aufmerksamkeit geschenkt: Im Schwarzen Meer hatte es in der vergangenen Woche einen Zwischenfall zwischen russischen Streitkräften und der britischen Marine gegeben.

Während das Verteidigungsministerium in Moskau dabei von einer Verletzung russischer Hoheitsgewässer durch einen britischen Zerstörer und Warnschüssen sprach, wies London diese Darstellung zurück: Die “HMS Defender” sei lediglich auf einer “friedlichen Durchfahrt durch ukrainische Gewässer” gewesen. Der Zwischenfall ereignete sich vor der Küste der ukrainischen Halbinsel Krim, die Russland 2014 annektiert hatte.

Das Manöver “Sea Breeze 2021” soll bis zum 10. Juli dauern. US-Angaben nach sind etwa 5.000 Soldaten, rund 30 Schiffe sowie 40 Flugzeuge und Hubschrauber beteiligt. Trainiert werden unter anderem Landungsoperationen und Luftabwehr. Russland hatte die USA als Co-Gastgeber aufgerufen, auf das Manöver zu verzichten.

Von: APA/dpa/AFP

Kommentare

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18 Kommentare auf "Gemeinsames Seemanöver von Ukraine und USA im Schwarzen Meer"


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luis p
luis p
Tratscher
29 Tage 3 h

ich dachte die Ukraine hat kein Geld aber für Waffen reicht es anscheinend… reine Provokation um Unfrieden zu stiften, und die Amis sich wieder aufspielen können

Tigre.di.montana
29 Tage 2 h

@Luis P:
Unfrieden gestiftet hat Russland mit den terroristischen Morden irregulärer russischer Truppen an regulären ukrainischen Soldaten auf dem Staatsgebiet der Ukraine, mit der international verurteilten Ermordung der Insassen eines niederländischen Linienflugzeugs über dem Gebiet der Ukraine, mit einer Rakete abgefeuert von irregulären russischen Truppen, und mit der Annexion der Ukraine durch Russland.
Welcher Nachbar Russlands fühlt sich von diesem Terrorismus nicht bedroht? Wer sind denn noch die Freunde Russlands?

Chrys
Chrys
Superredner
29 Tage 2 h

Waffen leisten sich sogar die ärmsten Staaten, auch jene wo das Volk am Verhungern ist. Beispiel Nord Korea. Aber auch in vielen afrikanischen Staaten, oder mittel- und südamerikanischen Staaten ist das so. Zudem, wenn du einen Nachbarn hast der dich permanent angreift und versucht dir Teile deines Staatsgebietes wegzunehmen dann wird der Drang an Waffen wohl immer nur grösser.

ohma
ohma
Tratscher
29 Tage 1 h

@luis
Die Ukraine hat auch keine mittelgroßen oder großen Schiffe. Deswegen ‘Mosquito Navy’. Haben aber erst mit GB ein Abkommen über militärische Zusammenarbeit und den Bau von neuen Schiffen unterzeichnet.

ohma
ohma
Tratscher
28 Tage 23 h

@tigre
Erzählst du uns jetzt wieder deine Gute-Nacht Geschichten vom bösen Russen? Die glaubt dir eh keiner mehr…

6079_Smith_W
6079_Smith_W
Universalgelehrter
28 Tage 21 h

@Tigre.di.montana

Da wird auf beiden Seiten provoziert und gezündelt. Es gibt hier keine “gute” und keine “böse” Seite!

(Allerdings sind wir als NATO-Land auf einer der zwei Seiten)

Tigre.di.montana
27 Tage 2 h

@Ohma:
Erzählst Du uns jetzt wieder Deine Ich -bin-doch der-gute-Onkel-Vladimir -Geschichten über Putin? Die glaubt selbst keiner in St. Petersburg, schon gar nicht im Rest Europas…

Peerion
Peerion
Tratscher
29 Tage 6 h

Das Schwarze Meer ist ein internationales Gewässer und NATO Staaten gehören zu den Anliegern.
Warum sollte die NATO also kein Manöver abhalten?
Russland hat ja auch kein Problem mit Manövern in Seegebieten, die an die NATO angrenzen.

heris
heris
Grünschnabel
29 Tage 2 h

So viele Millionen sinnlos vergeuden – denn Nato Generälen  fällt wohl auch nicht besseres ein . Die Not auf dieser Welt lindern  würde diesen Hochgerüsteten Staaten mehr Aufmerksamkeit  schenken.

quilombo
quilombo
Superredner
29 Tage 39 Min

die Nato hat am Schwarzen Meer nichts zu suchen. Laut Abmachungen mit Gorbatschow dürfte die Nato gar nicht mehr existieren.

ohma
ohma
Tratscher
28 Tage 23 h

Fun fact: nicht wenige Offiziere und Seeleute, die bei früheren ‘Sea Breeze’ Übungen mit den USA beteiligt waren habne mittlerweile bei einer anderen Marine angeheuert; ratet mal bei welcher…

Chrys
Chrys
Superredner
28 Tage 14 h

Realität fact: Sea Breeze gibt es seit 1997 und folglich werden wohl schon sehr viele bei der Rentenkasse angeheuert haben. Nur ranghohe Soldaten dienen bis ins hohe Alter.

olter
olter
Tratscher
28 Tage 9 h

@Chrys
Hab ich irgendwo direkt von Sea Breeze Übungen von vor 20 Jahren gesprochen? Kannst nicht einfach annehmen was dir grad passt und dann klugscheissen, kommt echt blöd rüber.

der echte Aaron
der echte Aaron
Universalgelehrter
28 Tage 23 h

Die Amis nur am provozieren, da sind sie Weltspitzte.

One
One
Grünschnabel
29 Tage 2 h

Und die arme EU dachte schon dass die USA sie bei ihrem Hariboembargo gegen die Ukraine unterstützen würde. Die erwachsenen Staaten haben eben wichtigeres zu tun, als diesen EU Kindsköpfen die Windeln zu wechseln.

bon jour
bon jour
Universalgelehrter
28 Tage 13 h

find ich gut. wenn mich der Nachbar ausraubt, bewaffne ich mich

nuisnix
nuisnix
Universalgelehrter
28 Tage 10 h

Das Verhältnis USA – Russland lebt von gegenseitigen Provokationen…
Die Sandkastenspiele aber hätten die dafür berantwortlichen Herren besser mit dem sechsten Geburtstag beendet!!!

Tigre.di.montana
27 Tage 1 h

@Nuisnix:
Die Toten in Tschetchenien sind auch nicht im Sandkasten gestorben. Russland ist der Aggressor nach dem 2. Weltkrieg. Es fing mit dem gewaltsamen Umsturz 1948 in der Tschechosloeakei an, mit dem Überfall auf Südkorea (russische Piiloten in rasch koreanisch überpinselten MiGs), über die Ermordung von Protestierenden am 17. Juni 1953, über die Massenerschießungen in Ungarn 1956, über die Besetzung der Tschechoslowakei 1968.
Wer glaubt den Russen?

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