Trump empfing in Washington Südkoreas Präsidenten Moon

Gespräche mit Nordkorea brauchen laut Trump Zeit

Donnerstag, 11. April 2019 | 20:26 Uhr

Die Verhandlungen über eine mögliche Denuklearisierung Nordkoreas werden sich nach Einschätzung des US-Präsidenten Donald Trump länger hinziehen. “Das geht Schritt für Schritt, das ist kein schneller Prozess”, sagte Trump am Donnerstag bei einem Treffen mit dem südkoreanischen Präsidenten Moon Jae-in in Washington.

“Es wird nicht schnell gehen”, betonte er. “Wenn es schnell geht, dann ist es nicht der passende Deal.” Der Präsident sagte, ein weiteres Treffen mit dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong-un sei möglich. “Ein dritter Gipfel könnte stattfinden.” Er habe seine bisherigen Treffen mit Kim genossen. “Es war sehr produktiv.”

Trump und Kim hatten sich im vergangenen Jahr in Singapur erstmals persönlich getroffen. Ende Februar folgte ein zweites Treffen in Vietnam. Der Gipfel in Hanoi ging jedoch ohne Abschlusserklärung zu Ende. Beide Seiten kamen einander in der zentralen Frage des Abbaus der nordkoreanischen Atomwaffen und der Gegenleistungen der USA nicht näher. Die Gespräche gehen weiter.

Trump betonte, die Sanktionen gegen Nordkorea sollten vorerst in Kraft bleiben. Sie seien auf einem fairen Niveau. “Wir könnten sie auch noch ausbauen.” Derzeit wolle er das aber nicht.

Auf die Frage, ob als Zwischenschritt auch kleinere Vereinbarungen mit Nordkorea denkbar seien, sagte Trump, dies sei generell möglich. Er betonte aber: “Im Moment reden wir über den großen Deal. Und der große Deal ist, dass sie die Atomwaffen aufgeben müssen.”

Trumps Ziel ist die komplette Denuklearisierung Nordkoreas. Das heißt aus Sicht der USA: Nordkorea soll alle Atomwaffen, Produktionsmittel für diese Waffen und alle atomwaffenfähigen Raketen vernichten.

Von: APA/dpa