Landesregierung genehmigt Plan zur Intermediärbetreuung

Gesundheit: Neue Betreuungsform zwischen Pflege daheim und Krankenhaus

Dienstag, 21. Juni 2022 | 13:58 Uhr

Bozen – Mit “Intermediärbetreuung” bezeichnet man ein medizinisch-pflegerisches Angebot für Patientinnen und Patienten, die zwar keinen Krankenhausaufenthalt, jedoch gesundheitliche Maßnahmen benötigen, die weder ambulant noch am eigenen Wohnort erbracht werden können. In der Regel ist dafür eine begrenzte Aufenthaltsdauer von zwei bis drei Wochen vorgesehen. Die Intermediärbetreuung kann vor einem Aufenthalt im Krankenhaus oder nach der Entlassung ebenso sinnvoll sein wie für die Kurzzeitversorgung von Patienten mit chronischen Erkrankungen bei akuten Verschlimmerungen.

“Die Möglichkeit einer Intermediärbetreuung war bisher in Südtirol äußerst beschränkt. Nun wird sie schrittweise ausgebaut. Es geht unter anderem darum, den Patientinnen und Patienten nach einer Krankenhausentlassung die nötige Betreuungskontinuität zu gewährleisten, und zwar in einer Form, die dem tatsächlichen Bedarf entspricht. Dadurch können die Krankenhäuser auch entlastet und die Ressourcen gezielter eingesetzt werden”, erläutert Landeshauptmann und Gesundheitslandesrat Arno Kompatscher.

Der heute (16. Juni) von der Landesregierung genehmigte Plan zur Intermediärbetreuung legt unter anderem die Zugangskriterien für die Aufnahme in sogenannten Intermediärbetten fest und schafft die verwaltungstechnischen Voraussetzungen für deren Einführung in allen Gesundheitsbezirken. Die ersten davon sollen noch im Laufe des Jahres vom Südtiroler Sanitätsbetrieb eingerichtet werden – in Krankenhausabteilungen und akkreditierten Privatkliniken oder anderen Strukturen. Darüber hinaus werden über den staatlichen Wiederaufbauplan PNRR Geldmittel für insgesamt 80 Intermediärbetten zur Verfügung gestellt.

Von: mk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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7 Kommentare auf "Gesundheit: Neue Betreuungsform zwischen Pflege daheim und Krankenhaus"


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Trina1
Trina1
Kinig
8 Tage 9 h

Herr Kompatscher, das Pflegesystem gehört das ganze durchdacht, es kann nicht sein, dass über neunzigjährige alle Schikanen über sich ergehen lassen müssen! Weiss ich wieviele Gesuche und mit einer 100 prozentigen Invalidität müssen sie alle sechs Monate vor eine Kommission nur wegen dem 104 Gesetz von einem Pflegeplatz gar nicht zu denken! Das haben sich unsere Senioren nicht verdient, die eh alle Volkspartei wählen!

mickeymousin
mickeymousin
Tratscher
8 Tage 5 h

genau auf den Punkt gebracht mehr dazu kann man nicht sagen.

pusteblume
pusteblume
Tratscher
8 Tage 5 h

I bin Mal gespannt, wo das Personal herkommt. Eh keine vorhanden, dann noch neue Betreuungsformen errichten. Wahrscheinlich wird es so sein, dass die peripheren Krankenhäuser zu diesen Stationen umgebaut werden, ein Altersheim für 2, 3 Wochen. Alle Senioren haben chronische Erkrankungen, die eine Behandlung brauchen.

Kongo
Kongo
Grünschnabel
8 Tage 7 h

Herr Kompatscher,alles wieder mal nur laue Luft.Ihr solltet einmal zuerst nachdenken und dann beschliesen und nicht umgekehrt.Vieleicht funktionierts dann.

brunner
brunner
Universalgelehrter
8 Tage 8 h

Und die Krankenpfleger woher nehmen? Klonen? Da war der Wunsch wieder mal größer als der Gedanke…

ebbi
ebbi
Universalgelehrter
8 Tage 7 h

Es sei mir eine Frage erlaubt: woher kommt das Pflegepersonal für diese Betten?

obr jetz.
obr jetz.
Tratscher
8 Tage 6 h

Mit welchem Personal?

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