Rückendeckung kommt nun aus dem Nachbarland

Gewalt bei “Gelbwesten”-Protesten, Unterstützung aus Italien

Montag, 07. Januar 2019 | 21:27 Uhr

Nach den neuen gewalttätigen Ausschreitungen bei Demonstrationen der “Gelbwesten” will die französische Regierung ihren Sicherheitskurs verschärfen. Man plane ein neues Gesetz, das Randalierer und Organisatoren unangemeldeter Demonstrationen härter bestrafe, kündigte Premierminister Edouard Philippe am Montagabend im TV-Sender TV1 an. Unterstützung bekommen die “Gelbwesten” indes aus Italien.

“Gebt nicht auf”, schrieb der Parteichef der mitregierenden populistischen Fünf-Sterne-Bewegung, Luigi Di Maio, auf dem Blog der Sterne. In Frankreich wie in Italien sei die Politik “taub” für die Nöte der Bürger geworden, deshalb würden diese nun ihre Stimme erheben. “Ein neues Europa wird geboren. Eines der Gelbwesten, eines der Bewegungen, eines der direkten Demokratie.”

Frankreichs Premierminister Edouard Philippe sagte: “Wenn sie eine Demonstration organisieren, müssen sie diese anmelden.” Im ganzen Land sollen am kommenden Samstag außerdem knapp 80.000 Sicherheitskräfte im Einsatz sein, in Paris rund 5.000. Am vergangenen Wochenende war es bei den “Gelbwesten”-Protesten erneut zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und der Polizei gekommen. Seit Beginn der Proteste sind dem Premier zufolge rund 5.600 Menschen in Polizeigewahrsam genommen worden. Es habe mehr als 1.000 Verurteilungen gegeben.

Es erfordere viel Mut, sich in einer kleinen Stadt mit einer gelben Weste an einen Kreisverkehr zu stellen, hatte Regierungssprecher Benjamin Griveaux zuvor erklärt. Es gebe allerdings eine Menge Feigheit unter denen, die Polizisten mit Boxschlägen traktieren. Griveaux bezog sich dabei auf einen Vorfall vom Wochenende. Videos zeigten einen schwarz gekleideten Mann – dem Anschein nach ein Boxer -, der während der Proteste einen Polizisten angriff. Nach Angaben von Innenminister Christophe Castaner stellte sich der Mann den Ermittlern und wurde in Polizeigewahrsam genommen. In einem auf Facebook verbreiteten Video, das den mutmaßlichen Angreifer zeigen soll, erklärt der Mann, er sei eine “Gelbweste”. Allerdings habe er sich nur verteidigen wollen – dabei aber falsch reagiert.

Unterstützung bekommen die “Gelbwesten” aus Italien: “Gebt nicht auf”, schrieb der Parteichef der mitregierenden populistischen Fünf-Sterne-Bewegung, Luigi Di Maio, auf dem Blog der Sterne. In Frankreich wie in Italien sei die Politik “taub” für die Nöte der Bürger geworden, deshalb würden diese nun ihre Stimme erheben. “Ein neues Europa wird geboren. Eines der Gelbwesten, eines der Bewegungen, eines der direkten Demokratie.”

Von: APA/ag.

Kommentare

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3 Kommentare auf "Gewalt bei “Gelbwesten”-Protesten, Unterstützung aus Italien"


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Anduril61
Anduril61
Grünschnabel
11 Tage 11 h

Richtig so, Macron war nicht zimperlich beim austeilen gegen Italien als es um Flüchtlinge ging, jetzt darf er auch mal ein einstecken….was haben sich die Franzosen blos von Macron erwartet ??? Macron lebt in einer völlig anderen Welt als der Grossteil der Franzosen, stammt aus top Verhältnissen, ist ein typischer Banker und Wirtschaftsmann der hauptsächlich nur Zahlen sieht und er lebt einen völlig abgehobenen Lebensstil. Da sind die Franzosen wohl seiner guten Rethorik der Jugend und weltmännischen Ausstrahlung erlegen….zum Fussvolk hat Macron einen ganz ganz dünen Draht, wenn überhaupt…..

Mistermah
Mistermah
Kinig
11 Tage 5 h

ein neues gesetz um das volk zu unterdrücken. hier sieht man wohin die reise geht. totalitärer polizeistaat. nicht die regierung sollte rückendeckung geben, sondern alle menschen die freiheit lieben, weltweit.

Lu O
Lu O
Grünschnabel
11 Tage 15 h

und genau in Italien/Rom braucht es auch die “Gelbwesten”… gewalttätig muss es nicht sein aber einen Denkzettel… es läuft hier zu lande nicht anders

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