Gesetz umfasst auch Leerstandsregelung

GIS-Reform: Landesgesetz tritt am Freitag in Kraft

Mittwoch, 27. April 2022 | 10:54 Uhr

Bozen – Das neue Landesgesetz “Leerstandsregelung und andere Bestimmungen zur Gemeindeimmobiliensteuer (GIS)” wird nach der Genehmigung durch den Landtag am 8. April und nach der Ausfertigung durch den Landeshauptmann morgen im Amtsblatt der Region Nr. 17 veröffentlicht. Die so genannte GIS-Reform tritt am Tag nach Veröffentlichung, am Freitag, 29. April, in Kraft.

Das neue Gesetz sieht für längerfristig leerstehende Wohnungen in Gemeinden mit Wohnungsnot eine höhere Besteuerung von bis zu 3,5 Prozent vor. Höher besteuert werden auch ungenützte Baugrundstücke und langjährige Baustellen. Parallel dazu wird die Bereitstellung von Wohnungen an die ansässige Bevölkerung steuerlich begünstigt.

“Seit 2015 kann das Land auf der Grundlage des Finanzabkommens mit dem Staat von 2014 die Besteuerung von Immobilien regeln”, sagt Landeshauptmann Arno Kompatscher. “Wir wollen diese Zuständigkeit verstärkt dazu nutzen, um Entwicklungen zu lenken. Die Gemeindeimmobiliensteuer ist eine der Schrauben, an denen wir drehen, um den Leerbestand an Wohnraum zu verringern, das Wohnen für die ansässige Bevölkerung möglichst leistbar zu machen und auch sparsam mit dem Baugrund umzugehen.”

Von: mk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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12 Kommentare auf "GIS-Reform: Landesgesetz tritt am Freitag in Kraft"


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falschauer
1 Monat 7 h

ihr könnt an der GIS schraube drehen so viel und so lange ihr wollt, eine leerstehende wohnung vermieten käme für mich nicht in frage, ich wäre nämlich nicht bereit die eingenommene miete nachher wiederum in die wohnung investieren zu müssen, um diese zu sanieren und ich bin nicht der einzige der so denkt!

Opa1950
Opa1950
Superredner
1 Monat 8 h

Ist dieses Gesetz auch für die leerstehenden Wohnungen des WOBI gültig.Oder alles nur Augenauswischerei.

sepp2
sepp2
Superredner
1 Monat 7 h

den größten Leerstand bei den Wohnungen besitzt das Land. die Sozialwohnungen sind nach Auszügen ca. 3 Jahre leer. zur Zeit sind 700 Wohnungen unbewohnt.

Scarface
Scarface
Grünschnabel
1 Monat 8 h

Was dieser LH kann, ist vor allem Steuererhöhungen durchsetzen, wie IRAP und GIS.
Dabei wird allein schon die hohe Inflation Millionen Mehreinnahmen bei der MWST bringen.
Unterdessen geht das Volkseinkommen den Bach runter. Bei Verwaltungsüberschüssen von durchschnittlich mehr als 400 Mio pro Jahr!
Aber was solls, solange das Volk den LH feiert, der sie um ihr sauer verdientes Geld bringt, darf er beruhigt weiter regieren.

Savonarola
1 Monat 9 h

die einzige konkrete Auswirkung wird ein verstärkter Verkauf von Zweitwohnungen an zahlungskräftige Auswärtige sein. Einen Bärendienst, den der nicht soziale, aber lingge Kurs der Landesregierung der Bevölkerung erweist.

N. G.
N. G.
Kinig
1 Monat 5 h

Und da wären wir wieder bei der ausverkauften Heimat. Grins!
Mir ist es Wurst wie Käse, hab in Italien nichts und damit können die Südtiroler Politiker tun was sie möchten.
Eines fällt jedoch auf, gefördert wird in Südtirol nur Reichtum, genau wie überall auf der Welt, wie könnts anders sein!

falschauer
29 Tage 9 h

immer alles gleich verpolitisieren, das hat nichts mit links oder rechts zu tun, das ist einfach nur abzocke und dumm, erreicht wird dabei wegen 3,5 % gar nichts

N. G.
N. G.
Kinig
1 Monat 7 h

GIS Reform bringt gleich viel wie wenn ich jemandem sagen würde:” Heute bezahlst du zwar mehr, aber in 5 Jahren, hast du 25% mehr Gewinn auf die Wohnung”!
Wieviel bezahlt man an Gis? Grins!Scherzkekse in der Regierung?

So ist das
1 Monat 7 h

Kann man nur hoffen, dass auch kontrolliert wird 🤔

Pfefferminza
Pfefferminza
Grünschnabel
1 Monat 1 h

Folge: Ausverkauf der Heimat….einfach idiotisch🤢🤢

merlinita
merlinita
Neuling
29 Tage 8 h
Ich würde meine Zweitwohnung gerne wieder vermieten, wenn ich gewisse Garantien seitens des Landes hätte. Ich rede nicht einmal davon dass mir wer den eventuellen Mietausfall bezahlt, aber zumindest davon, dass ich als Vermieter nicht noch über Jahre die Kondomiumspesen und Heizkosten eines Untermieters übernehmen muss und im Falle einer Sanierung nach dem Auszug zumindest Steuernachlässe bei der Sanierung hätte und Räumungsklagen nicht Jahre dauern und sauteuer sind, das sind vielleicht Dinge über die unsere Landesregierung mal nachdenken könnte als Ansporn, aber diese Sprache verstehen sie nicht, man kann ja nur dort was nehmen wo es was gibt, die grossen… Weiterlesen »
Mentar
Mentar
Grünschnabel
29 Tage 1 h

In Italien arbeitet man derzeit an einer “Anpassung” der Katasterwerte. Ziel ist (letzlich), dadurch die Immobilien höher zu besteuern (ohne die Steuersätze selbst anzuheben). Wenn dann in Südtirol noch 3,5% GIS angedroht werden, dann wird dies zu einem Damoklesschwert für jeden Vermieter, der nicht rechtzeitig seine Wohnung vermieten kann. Nicht nur, dass er den Mietausfall verkraften muss, er wird auch noch völlig unverhältnismäßig dafür bestraft. Sicher kein Anreiz, sich in diesem Bereich zu betätigen.

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