Weltmädchentag am 11. Oktober 2022

Gleichstellungsrätin: „Chancengleichheit im Berufsleben sichern“

Dienstag, 11. Oktober 2022 | 08:00 Uhr

Bozen – Alljährlich findet am 11. Oktober der Weltmädchentag statt, der im Dezember 2011 von den Vereinten Nationen als „International Day oft the Girl Child“ ausgerufen wurde. Weltweit werden seither Aktionen umgesetzt, um auf die Belange von Mädchen und die Notwendigkeit von Gleichberechtigung in allen Lebensbereichen hinzuweisen. Gefordert werden Maßnahmen zur gezielten Förderung von Mädchen und jungen Frauen durch Bildung, Bekämpfung der Zwangsehe, keine Toleranz für Gewalt gegen Mädchen und junge Frauen im Namen von Tradition und Kultur und Berufsbildung und Kompetenzentwicklung für junge Frauen. „Es mag den Anschein haben, dass Mädchen in Europa frei ihren Beruf wählen können. Dennoch wählen sie oftmals nicht nach ihren Fähigkeiten, sondern wählen Berufe, in denen ohnehin viele Frauen arbeiten“, so Gleichstellungsrätin Michela Morandini.

Dabei ist die Bildungs- und Berufsentscheidung unter anderem Folge von Lebenserfahrungen, die Mädchen und Frauen machen, aber auch Folge der Möglichkeiten, die ihnen geboten und aufgezeigt werden. Allzu oft beeinflussen vorherrschende Geschlechtsstereotype die Berufswahl, dies auf Kosten individueller Interessen und Fähigkeiten.

„Aus diesem Grund muss die Förderung der Chancengleichheit von Mädchen und Jungen frühzeitig, auf mehreren Ebenen, ansetzen“ zeigt sich die Gleichstellungsrätin überzeugt. „Da ist einerseits das Elternhaus und sonstige Bezugspersonen, denen eine wichtige Aufgaben zukommt, aber auch die Schule, die wesentlicher Bestandteil der Kompetenzförderung ist“, so Gleichstellungsrätin Morandini. Zudem unterstreicht sie die Wichtigkeit weiblicher Vorbilder, um neue Wege und Möglichkeiten für Mädchen und junge Frauen öffnen. „Die Gleichstellung von Frauen und Männern ist eine gesellschaftliche Notwendigkeit und Aufgabe, nicht zuletzt deshalb ist sie das fünfte Ziel der europäischen Nachhaltigkeitsstrategie und muss in lokale Gleichstellungsstrategien eingebettet werden.“

Von: mk

Bezirk: Bozen

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