Flora Petriks Aussage war der Anstoß

Grüne Bundespartei beendet Zusammenarbeit mit Jungen Grünen

Donnerstag, 30. März 2017 | 21:30 Uhr

Die Jungen Grünen hatten am Donnerstagabend eine Art “Abschiedsgespräch” mit Grünen-Bundessprecherin Eva Glawischnig. Der Termin sei recht kurz gewesen, es habe auch keine Änderungen gegeben, erklärte ein Sprecher der Jungen Grünen danach gegenüber der APA. Die Bundespartei will ab nächster Woche eine Plattform für junge Menschen, die sich engagieren wollen, aufbauen.

Nachdem Flora Petrik, Chefin der Jungen Grünen, in einer Pressekonferenz erklärt hatte, dass sie die Grünen Studierenden bei der ÖH-Wahl in Linz und Graz unterstützen, sah Grünen-Bundesgeschäftsführer Robert Luschnik die Grundvoraussetzung für eine weitere Zusammenarbeit nicht gegeben. Eine Gegenkandidatur zur ebenfalls dort antretenden GRAS wollte die Bundespartei nicht hinnehmen.

“Es gibt keine Änderung zu dem, was schon vorher klar war. Im Gespräch ging es darum, Modalitäten zu klären”, so Luschnik abends zur APA. Finanzielles sei dabei nicht besprochen worden. Nun werde man sich bemühen, eine Plattform für engagierte junge Menschen aufzubauen, kündigte er an: “Viele melden sich jetzt bei uns, denen machen wir ein Angebot.”

Petriks Klarstellungen zu ihren Aussagen der letzten Tage “respektiere” er, so Luschnik: “Kritik an der Partei oder an der Bundessprecherin stehen aber in keinerlei Zusammenhang mit dem Beschluss des erweiterten Bundesvorstandes.” Demnach gebe es nämlich mit der GRAS eine einzige Grüne Studierendenorganisation, die die volle Unterstützung der gesamten Partei habe – und eine Unterstützung von Gegenkandidaturen könne unter keinen Umständen akzeptiert werden.

Die Jungen Grünen wiederum kündigten für Freitagvormittag ein inhaltliches Statement an.

Von: apa