Zur Lima-Gruppe gehören mehr als ein Dutzend Staaten Amerikas

Guaido bittet Staaten der Lima-Gruppe um Hilfe in Venezuela

Montag, 25. Februar 2019 | 23:12 Uhr

Venezuelas selbsternannter Übergangspräsident Juan Guaido hat die Staaten der Lima-Gruppe um mehr Unterstützung im Ringen um die Macht in seinem Land gebeten. Bei einem Treffen von Spitzenpolitikern aus Nord- und Südamerika in Kolumbien warnte er vor zu viel Nachgiebigkeit im Umgang mit der Regierung des Linksnationalisten Nicolas Maduro. Dieser sei widerrechtlich im Amt, sagte Guaido.

Rückendeckung erhielt Guaido bei dem Treffen in Kolumbiens Hauptstadt Bogota von US-Vizepräsident Mike Pence. Für die USA seien in der Venezuela-Krise “alle Optionen auf dem Tisch”, bekräftigte Pence. Die US-Regierung stehe “zu hundert Prozent” hinter Guaido. Die USA hatten auch schon vorher eine Militärintervention nicht ausgeschlossen.

Pence kündigte neue Sanktionen gegen Funktionäre aus dem Umfeld von Maduro an. Von den Strafmaßnahmen betroffen sind nach Darstellung des Weißen Hauses vier venezolanische Gouverneure, die die US-Regierung zum Teil für die Gewalt am Wochenende verantwortlich macht. Pence erklärte, die Männer hätten die Hilfslieferungen blockiert und friedliche Demonstrationen unterdrückt. Durch die Sanktionen wird etwaiges Vermögen der Betroffenen in den USA eingefroren. Außerdem ist es US-Bürgern verboten, mit ihnen Geschäfte zu machen. Pence kündigte zudem an, dass die US-Regierung in den kommenden Tagen weitere, noch schärfere Sanktionen verhängen werde.

Auch Kolumbiens Präsident Ivan Duque stellte sich hinter Guaido. Er rief die Staaten der Lima-Gruppe auf, einen “mächtigeren und wirkungsvolleren Ring” um Präsident Maduro zu ziehen. Größerer Druck auf die Linksnationalisten würde den angestrebten Machtwechsel in Venezuela beschleunigen, sagte Duque.

Bei dem Treffen der Lima-Gruppe, der 13 Länder aus Lateinamerika und der Karibik sowie Kanada angehören, sollte es um das weitere Vorgehen in der Venezuela-Krise gehen, nachdem Hilfslieferungen in das Land am Wochenende von venezolanischen Sicherheitskräften gewaltsam blockiert worden waren. Perus Vize-Außenminister Hugo de Zela sagte zu Beginn der Beratungen: “In der Lima-Gruppe kämpfen wir dafür, dass diese Lösung in friedlicher Form erfolgt.” De Zela sprach sich zugleich für “mehr Maßnahmen zur Isolierung des Regimes” von Maduro aus. Der Druck müsse erhöht werden.

Die Länder der Lima-Gruppe seien bereit, härtere Positionen einzunehmen und in politischer wie finanzieller Hinsicht tätig zu werden. Mexiko, Costa Rica, Guyana und Santa Lucia nahmen an diesem Treffen der Lima-Gruppe nicht teil, die 2017 gegründet worden war, um in der Venezuela-Krise zu vermitteln, wie das kolumbianische Außenministerium mitteilte.

Die Staaten der Lima-Gruppe wollen den Internationalen Strafgerichtshof (IStGH) in Den Haag einschalten. Dieser solle die Weigerung von Maduro, ausländische Hilfe für die notleidende Bevölkerung ins Land zu lassen, als “Verbrechen gegen die Menschlichkeit” ahnden, erklärte die Gruppe. Scharf kritisierten sie zum Abschluss ihres Treffens die “schwierige humanitäre Lage” in Venezuela sowie “Gewalt von Maduros verbrecherischem Regime gegen die Zivilbevölkerung”.

Am Samstag war eine Kraftprobe zwischen Venezuelas Regierung und Opposition um Hilfslieferungen aus dem Ausland eskaliert. An der Grenze zu Brasilien wurden zwei Menschen bei Zusammenstößen mit Sicherheitskräften getötet. Auch an der Grenze zu Kolumbien gab es Gewalt, Hunderte Menschen wurden verletzt. Guaidos Plan, gegen den Willen von Maduro Hilfsgüter über die Grenzen zu bringen, scheiterte am Widerstand regierungstreuer Sicherheitskräfte.

Von: APA/dpa

Kommentare

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16 Kommentare auf "Guaido bittet Staaten der Lima-Gruppe um Hilfe in Venezuela"


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der Rote Wichtel
25 Tage 22 h

Die amerikanische Imperialistenkrake und ihre europ. Vasallen werden mit allen Mitteln dafür sorgen dass Maduro wie Hussein u. Gaddafi endet und ihre Marionette Guaido anschließend die immensen Ölreserven des Landes zum Spottpreis an die US-Konzerne verschachert.
Venezuela könnte eines der reichsten Länder der Welt sein, hat mehr Ölvorkommen als die Saudis aber die andauernden Spekulationen gegen die Währung und Embargos haben das Land zum Bettelstaat verkommen lassen. Nun spricht Trump sogar von einem möglichen militärischen Eingriff und keiner der europ. Hampelmänner widerspricht ihm… Dagegen sollten unsere Schüler auf die Straße gehen und nicht um gegen den Klimawandel zu demonstrieren!

silas1100101
silas1100101
Superredner
25 Tage 19 h

Du hast mir aus der Seele gesprochen!!

typisch
typisch
Kinig
25 Tage 19 h

Nicht schlecht, mann muss dazu noch die ganzen us sanktionen erwähnen die mit friedensnobelpreisträger obama angefangen haben, um das land bluten zu lassen

Feli
Feli
Grünschnabel
25 Tage 10 h

Mit venezuela ging es bereits vor dem verfall des Ölpreises bergab (nur konnte man das nicht erkennen, da das öl noch rettete). Das passiert wenn jemand die kompetenten Leute an der Spitze der Unternehmen mit Gefolgsleuten austauscht, die aber keine Ahnung von dem Geschäft haben.
Dazu Geld zum Fenster rauswerfen und es ist das Rezept für ein Desaster.

Tabernakel
25 Tage 8 h

Wie hat das funktioniert?

Tabernakel
25 Tage 6 h

@silas1100101

Anduril61
Anduril61
Grünschnabel
25 Tage 6 h

@der rote Wichtel: besser kann mans nicht sagen, sehe es genau so….😏

m69
m69
Kinig
25 Tage 1 Min

der Rote Wichtel@

ich geb dir zu 100% recht, aber was ist die Alternative, Maduro???
Das kann es nicht sein!

zombie1969
zombie1969
Universalgelehrter
26 Tage 2 h

Die Vorkommnisse in Venezuela demaskieren die europäischen Sozialisten vollumfänglich. Das Regime, welches jetzt auf hungernde Menschen schiesst, ist dasselbe, welches sie vor kurzer Zeit noch unterstützt haben.

typisch
typisch
Kinig
25 Tage 21 h

Wer soll durch einen putsch gestürzt werden? So funktioniert krieg der zukunft, land destabilisieren, opposition stärken und die regierung stürzen

Tabernakel
25 Tage 9 h

Putin macht es vor. Danke typisch.

m69
m69
Kinig
24 Tage 23 h

@Tabernakel 

Putin wurde gewählt, nicht so wie die Regierung von Renzi 1!
LOL, immer den Ball falch halten, gelle? 

m69
m69
Kinig
24 Tage 23 h

@typisch 

Soros (nicht nur die USA) haben es vorgemacht…… 
Ob dort Soros auch seine Finger im Spiel hat?

silas1100101
silas1100101
Superredner
25 Tage 20 h

Pompeo und seine Meuchelmörder suchen verzweifelt einen Vorwand für einen Krieg zu schaffen”,
Bei dem Versuch Washingtons, Hilfstransporte nach Venezuela durchzuführen, handelte es sich nur um eine durchsichtige Propagandaaktion, um das Weltpublikum zu täuschen und für eine militärische Intervention zu gewinnen.

m69
m69
Kinig
24 Tage 23 h

silas1100101@

das wird der Ami so offensichtlich zumindest diesmal nicht reskieren! 

Eppendorf
Eppendorf
Universalgelehrter
25 Tage 20 h

Ein Pulverfass, die USA bereitet sich schon auf einen Angriff vor.

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