Guaido ruft zu Protesten auf

Guaido ruft zu Massendemonstrationen auf

Montag, 11. März 2019 | 22:51 Uhr

Venezuelas selbsternannter Übergangsstaatschef Juan Guaido hat für Dienstag zu Massendemonstrationen aus Protest gegen die landesweite Strompanne aufgerufen. Um 15.00 Uhr (Ortszeit, 20.00 Uhr MEZ) solle ganz Venezuela auf der Straße sein, sagte Guaido am Montag vor der von der Opposition beherrschten Nationalversammlung, deren Vorsitzender er ist.

Er forderte die Versammlung zugleich auf, angesichts der “Katastrophe” den “Alarmzustand” über das Land zu verhängen. Die Abgeordneten stimmten dem zu. Der Alarmzustand ist die Vorstufe zum Notstand.

Die Lage in Venezuela sei “nicht normal” und eine “Normalisierung der Tragödie” komme nicht infrage, fügte der Oppositionspolitiker während der Sondersitzung des von Staatschef Nicolas Maduro entmachteten Parlaments hinzu. Guaido forderte die von ihm ernannten “Botschafter” im Ausland auf, die “internationale Unterstützung” für Venezuela zu koordinieren.

Die genaue Ursache für den seit Donnerstag andauernden Stromausfall ist bisher unklar. Die Maduro-Regierung macht die USA für die massive Panne verantwortlich, die durch einen Cyberangriff auf das größte Wasserkraftwerk des Landes ausgelöst worden sei. Experten und die Opposition werfen dagegen der Regierung vor, nicht genug in die Wartung des Stromnetzes investiert zu haben.

Guaido nannte die Erklärung der Regierung vor dem Parlament ein “Hollywood-Szenario”. Als Grund für das Stromchaos machte er “Korruption und Unfähigkeit” der staatlichen Energiebehörde aus. In der Hauptstadt Caracas begann sich die Stromversorgung allmählich zu normalisieren. Aber die Energiekrise hält an. Am Montag explodierte in Caracas eine Stromeinrichtung. Am Sonntag gab es Plünderungen von Geschäften. Weil die öffentlichen Verkehrsmittel nicht fuhren, erklärte die Regierung den Montag zum arbeits- und schulfreien Tag.

Guaido hatte sich Mitte Jänner während einer Kundgebung zum Übergangspräsidenten erklärt und wird mittlerweile von mehr als 50 Staaten anerkannt. Die Opposition macht Maduro für die seit Jahren andauernde Rezession verantwortlich, die das ölreiche Land inzwischen verarmen ließ.

Fast drei Millionen Menschen sind vor dem Elend bereits geflohen, wozu die internationalen Sanktionen gegen die Regierung Maduros, deren Misswirtschaft sowie der Devisenmangel infolge des gefallenen Ölpreises beigetragen haben sollen. Maduro kann sich vor allem mit der Unterstützung der Streitkräfte an der Macht halten, und alle Versuche Guaidos, die Militärführung auf seine Seite zu ziehen, zeigten bisher keinen Erfolg.

Von: APA/dpa/ag.

Kommentare

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12 Kommentare auf "Guaido ruft zu Massendemonstrationen auf"


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typisch
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Kinig
12 Tage 2 h

Der selbst ernannte president👌😃

Zugspitze947
Zugspitze947
Grünschnabel
12 Tage 1 h

Du lügst,denn Guaido ist gewählter Parlamentspräsident. Maduro hat seine Wahl manipuliert. Maduro muss abgesetzt werden dann wird dem Land auch geholfen und das Volk könnte aufatmen. 🙂

Mistermah
Mistermah
Kinig
12 Tage 9 Min

😂😂 ja in der Eu gilt ab sofort auch der Notstand. Ausgerufen von mir, den selbsternannten präsidenten 😂😂

Tabernakel
11 Tage 23 h

Nimm die Alukappe herunter.

Tabernakel
12 Tage 2 h

Deutschland sollte mit seinen Ingenieuren helfen das Stromnetz wieder in Betrieb zu bringen.

typisch
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Kinig
12 Tage 1 h

Nordstream 2 mit russland hat hier vorrang

Mistermah
Mistermah
Kinig
12 Tage 7 Min
Zugspitze947
Zugspitze947
Grünschnabel
11 Tage 22 h

Mistermah: da kann ich nur Lachen………. Jedenfalls gibt es in ganz Deutschland keinen einzigen Haushalt wo man mit 3 KW abgespeist wird wie in Italia 🙁

Tabernakel
12 Tage 2 h

Es wird Zeit für einen Endspurt. Das Volk hat bereits zu viel gelitten.

typisch
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Kinig
12 Tage 2 h

Unter den sanktionen amerikas?

Tabernakel
11 Tage 23 h

Was umfassen die Sanktionen?

Wolke
Wolke
Tratscher
11 Tage 23 h

Gut, dass es neben den gesteuerten Massenmedien auch noch die freien Medien wie KenFm, Nuoviso, Rubikon, … gibt, wo man mehr über den strategisch geplanten Regimechange vom Strippenzieher USA geht.

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