Guaido gibt sich weiterhin kämpferisch

Guaido schließt Verhandlungen mit Venezuelas Regierung aus

Freitag, 07. Juni 2019 | 21:03 Uhr

Venezuelas selbst ernannter Interimspräsident Juan Guaido hat weiteren Gesprächen mit der Regierung von Staatschef Nicolas Maduro in Oslo vorerst eine Absage erteilt. “Es ist kein weiteres Treffen geplant”, sagte der Oppositionsführer am Freitag. Neue Gespräche würden nur Sinn machen, wenn die Regierung in Caracas sich auf die Bedingungen der Opposition einlasse.

“Unsere Agenda ist: Ende der unrechtmäßigen Machtübernahme, Einsetzung einer Übergangsregierung und freie Wahlen”, betonte Guaido. Die norwegische Regierung hatte zuletzt versucht, zwischen den verfeindeten Lagern zu vermitteln. Mehrfach trafen sich Unterhändler der Regierung und der Opposition in Oslo. Parlamentspräsident Guaido und Staatschef Maduro liefern sich seit Monaten einen erbitterten Machtkampf, in dem sich bisher keine Seite durchsetzen konnte. Während zahlreiche Staaten Guaido bereits als rechtmäßigen Übergangspräsidenten anerkannt haben, sitzt Maduro in Venezuela noch fest im Sattel.

Die Regierungsgegner um Guaido standen den Verhandlungen von Anfang an skeptisch gegenüber. Sie verlangen Maduros Rücktritt, weil sie seine Wiederwahl im vergangenen Jahr für undemokratisch halten und den Staatschef deshalb nicht anerkennen. Maduro schließt Neuwahlen allerdings aus.

Von: APA/dpa

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