Hahn will Gesprächsbasis erhalten

Hahn gegen Abbruch der Beitrittsverhandlungen mit Türkei

Samstag, 27. August 2016 | 06:19 Uhr

EU-Nachbarschaftskommissar Johannes Hahn kann dem Wunsch von Bundeskanzler Christian Kern (SPÖ) und Außenminister Sebastian Kurz (ÖVP) nach einem Abbruch der EU-Beitrittsgespräche mit der Türkei “wenig abgewinnen”. Es “ist immer besser, in Gespräch zu sein”, sagte Hahn am Freitagabend in der ZiB 2. Dies sei auch österreichische Tradition, ergänzte der ÖVP-Politiker.

“Unbestritten” sei aber, so Hahn, dass “zum gegenwärtigen Zeitpunkt die Türkei nicht beitrittsreif ist”. Wann ein Beitritt möglich wäre, “kann man nicht vorhersagen”. Die Verhandlungen seien gemäß Mandat auch “ergebnisoffen” zu führen.

Die Türkei sei ein wichtiger Partner der EU. Das Land mit seinen 80 Millionen Einwohnern liege in einer geografisch sensiblen Region und beherberge fast drei Millionen Flüchtlinge. Das Land sei außerdem geplagt von Terroranschlägen und zuletzt einem Militärputsch-Versuch. Stabilität in der Türkei liege im Interesse der EU.

Zur Flüchtlingspolitik betonte Hahn, dass die EU “imstande sei”, die Krise zu meistern, wenn das “Paket” an beschlossenen Maßnahmen umgesetzt werde. Hahn erwähnte unter anderem den Flüchtlingsdeal mit der Türkei, die Sicherung der EU-Außengrenzen oder die Verteilung der Migranten.

Dass sich einige Länder gegen die Verteilungsquoten wehren, bezeichnete er als “Stachel im Fleisch”, denn die “Europäische Union basiert auf dem Gedanken der Solidarität”. Er erhoffe sich viel davon, dass derzeit die Slowakei den EU-Vorsitz innehat und damit “gesamteuropäischer vorzugehen und Lösungen zu suchen” habe. Auch bei Polens Regierungschefin Beata Szydlo erkennt Hahn “ein gewisses Umdenken”.

Von: apa

Kommentare

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6 Kommentare auf "Hahn gegen Abbruch der Beitrittsverhandlungen mit Türkei"


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enkedu
Grünschnabel
30 Tage 3 h

Ich will keinen Beitritt der Türken. Mir ist egal ob sie beitrittsfähig sind. Sie gehören nicht zu Europa, können trotzdem vernünftige Handelsbeziehungen mit uns haben. Wenn sie das wollen. Wenn die Türkei beitritt will ich raus.

Dublin
Tratscher
30 Tage 2 h

Genau! In der Schule haben wir schon gelernt, Europa hört am Bosporus auf. Alles dahinter ist Asien.

enkedu
Grünschnabel
30 Tage 1 h

Wie kann man nur sie Briten ziehen lassen. Juncker hätte sie auf den Knien betteln müssen statt seine persönlichen Streitereien mit einzelnen Abgeordneten auszuleben.

elmar
Grünschnabel
30 Tage 2 h

was da wohl dahinter steckt ??? jeder kann sich denken was es wohl sein wird……..

elmar
Grünschnabel
30 Tage 1 h

Es ist nur zu hoffen das das Volk entscheidet und nicht solche Politiker die uns und Europa zugrunde richten

brunner
Grünschnabel
29 Tage 23 h

Mein Gott! Was muss noch alles passieren oder wieviele Huehneraugen wollt ihr noch zudruecken dass ihr endlich versteht dass diese Türkei unter Erdogan nie und nimmer in die EU ghoert??

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